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Akute Einsturzgefahr : Darum hat die Stadt das Kranhaus gesperrt

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Die Kulturstätte ist auf unbestimmte Zeit geschlossen. Der Freundeskreis plant jetzt die Nutzung der Knechtschen Hallen.

shz.de von
erstellt am 21.Dez.2016 | 15:00 Uhr

Elmshorn | Paukenschlag in Elmshorn: Die Stadt sperrt das Kranhaus an der Schloßstraße. Grund ist akute Einsturzgefahr. Das bestätigte gestern Stadtrat Dirk Moritz. „Das Kranhaus kann auf unbestimmte Zeit nicht mehr genutzt werden“, sagte Moritz. Damit verliert Elmshorn eine attraktive Veranstaltungsstätte. Seit fünf Jahren organisiert der Freundeskreis Knechtsche Hallen als Verein Kulturveranstaltungen im Kranhaus. „Für uns ist die Sperrung eine Katastrophe“, betont Jens Jähne, Vorsitzender des Freundeskreises.

Das Kranhaus im Sanierungsgebiet Krückau/Vormstegen befindet sich im Besitz der Stadt und grenzt direkt an die baufälligen Knechtschen Hallen, die Frank Sachau (Teppich Kibek) gehören. Problematisch ist jetzt eine einsturzgefährdete Brandschutzmauer im Übergang von Knechtschen Hallen zum Kranhaus. Sie steht auf dem Grundstück von Frank Sachau. An die Mauer grenzt das Dach des Kranhauses, das der Stadt gehört. Bricht die alte Mauer zusammen, reißt sie das Dach mit herunter.

Die Stadt hat gestern  reagiert und das Betreten untersagt.
Die Stadt hat gestern reagiert und das Betreten untersagt. Foto: EN

Experten haben laut Stadtrat Moritz festgestellt, dass Dach und Mauer einstürzen könnten, wenn die Traglast, zum Beispiel durch Schnee, zu groß wird. „Wir müssen die Gesundheit der Bürger schützen“, betonte Moritz. Die Stadt stehe zurzeit sowohl mit Frank Sachau als auch mit dem Freundeskreis in Kontakt, um eine Lösung zu finden.

Für Jens Jähne und seine Mitstreiter ist die Sperrung ein Schlag ins Kontor. Zwar sind für Dezember und Januar keine Veranstaltungen im Kranhaus geplant, doch der Verein muss sich eine neue Bleibe suchen, denn der Schaden ist nicht kurzfristig zu beheben. „Wir haben eine außerordentliche Vorstandssitzung anberaumt, um die nächsten Schritte zu besprechen“, sagt der Vorsitzende des Freundeskreises. Kibek-Chef Frank Sachau habe ihm Unterstützung zugesagt, so Jähne. Aktuell werde geprüft, wie aufwändig die Sicherung der Wand und des Daches sei. Kibek-Chef Frank Sachau war für eine Stellungnahme gestern nicht zu erreichen

Eine mögliche Lösung für den Verein zeigt Jens Jähne bereits jetzt auf: Der Freundeskreis könnte direkt ins Erdgeschoss der Knechtschen Hallen umziehen. „Das hat Herr Sachau ins Gepräch gebracht“, so Jens Jähne. Ob die Verlagerung der Spielstätte ohne weiteres möglich ist, muss noch geklärt werden. Die Knechtschen Hallen sind baulich in sehr schlechtem Zustand. „Klar ist, dass alle Zweifel an der Sicherheit beseitigt sein müssen, sonst gebe ich die Räume für Veranstaltungen nicht frei“, sagt Stadtrat Dirk Moritz.

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