Klein Nordende : Dagmar Berghoff in der Kuhschule

Prominenter Besuch: Tobias Hinsch (v.l.), Klaus Denart und Dagmar Berghoff mit Dieter Wichmann und Hans-Barthold Schinckel.
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Prominenter Besuch: Tobias Hinsch (v.l.), Klaus Denart und Dagmar Berghoff mit Dieter Wichmann und Hans-Barthold Schinckel.

Vertreter des Hanse-Umweltpreises besuchen Robustrinderverein im Liether Moor. Dagmar Berghoff ist entsetzt über Streit mit Kreis.

shz.de von
16. Juli 2014, 16:00 Uhr

Klein Nordende | Prominenter Besuch in der Kuhschule des Robustrindervereins im Liether Moor. Einige Jurymitglieder des Hanse-Umweltpreises, Nabu-Hamburg-Geschäftsführer Tobias Hinsch, Preisstifter und Inhaber von „Globetrotter-Ausrüstungen“, Klaus Denart, sowie Schirmherrin Dagmar Berghoff, informierten sich vor Ort über die Arbeit des Vereins, der im vergangenen Jahr mit dem begehrten Umweltpreis ausgezeichnet worden ist.

„Wir hoffen, dass wir ihre Erwartungen erfüllt haben“, sagte der Vorsitzende des Robustrindervereins, Dieter Wichmann, und freute sich neben den Jury-Mitgliedern auch Klein Nordendes Bürgermeister Hans-Barthold Schinckel sowie weitere Vereinsmitglieder „in unserem kleinen Paradies“ begrüßen zu können. Nach einem Besuch auf der Färsenweide lud der Vorsitzende alle Anwesenden in die Kuhschule ein, um über die Arbeit des Vereins, Ideen, Erfolge und Schwierigkeiten zu berichten. Wichmann schilderte die Anfänge des Vereins sowie das besondere Finanzierungsmodell mit „Kuhhotel“ und „Kuhaktien“. „Unsere Kühe nahmen die Arbeit auf und haben in vier Jahren die Landschaft verändert. Die verbinsten Flächen sind offener, sodass Vögel wieder Nahrung finden und in der Feldmark wieder brüten könne. Die Artenvielfalt ist gestiegen“, so Wichmann. Er ging auch auf die Besonderheiten der Kuhschule ein, die Zusammenarbeit mit den Schulen und die Einbindung der Menschen in die Natur. Die Auszeichnung im Rahmen des Wettbewerbs „Deutschland – Land der Ideen“ und den Hanse-Umweltpreis bezeichnete er als Ehre und Ansporn. „Wir hoffen, dass wir ein würdiger Preisträger sind“, so der Vorsitzende.

Er schlug dann den Bogen zu den Problemen, mit denen der Verein zu kämpfen hat. „Durch die Auszeichnungen und Preise ist viel Neid entstanden“, stellte Wichmann fest. Er berichtete, dass Bauwagen, Bänke und die mobile Toilette vom Bauamt des Kreises als Hochbauten angesehen werden und abgerissen werden sollten. Aktueller Stand ist eine Duldung von Toilette, Bauwagen und Sitzgelegenheiten. Diese Duldung reicht dem Vorsitzenden jedoch nicht aus.

Berghoff zeigte sich entsetzt über die Probleme, mit denen der Umweltpreisträger zu kämpfen hat und schilderte, wie begeistert die Jury von dem Robustrinderverein und seinen Projekten ist. Der Kreistagsabgeordnete Burkhard Schallhorn (KWGP) lobte ebenfalls die Arbeit des Vereins, versprach, sich weiter für die Ideen einzusetzen und will auf gemeinsame Gespräche mit der Kreisverwaltung dem Verein und der Gemeinde hinarbeiten.

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