„Chef“ zieht um nach Hamburg

Markus Schwender und Kerstin Müller waren mit dem Auktionsergebnis für ihren Wallach Chef zufrieden
Markus Schwender und Kerstin Müller waren mit dem Auktionsergebnis für ihren Wallach Chef zufrieden

Bei der 33. Frühjahrsauktion des Holsteiner Verbandes erzielt der Wallach aus der Pfalz 24 000 Euro

shz.de von
15. April 2019, 13:03 Uhr

Elmshorn | Aus der Nähe von Pirmasens, genauer gesagt Walshausen reisten Kerstin Müller und ihr Lebensgefährte Markus Schwender nach Elmshorn, um als Verkäufer an der Frühjahrsauktion des Holsteiner Verbands teilzunehmen. „Wir waren schon ein paar Mal als Zuschauer bei der Eliteauktion dabei und haben die Chance genutzt, um jetzt auch ein Pferd auf dieser Plattform zu verkaufen“, erklärt Schwender, als er sich vom sechsjährigen Wallach Chef verabschiedet.

„Wir hatten schon früher einige Pferde vom Züchter Rudolf Marx aus Kell gekauft, als wir den Dunkelbraunen als 3-Jährigen beim Aufzüchter, dem Gestüt Fohlenhof in Haßloch entdeckt“, ergänzt Müller. „Da hatte er schon den Namen ‚Chef‘, weil er sich genauso in der Herde auf der Koppel verhalten hatte.“

Schwender und Müller hatten schon früh den Plan, den Wallach auszubilden und zu verkaufen und nicht als eines ihrer 20 Pferde, die sie auch auf Turnieren vorstellen, zu behalten. Die gelernte Pferdewirtin brachte Chef die Grundbegriffe bei und beschreibt den Sechsjährigen als ein braves Pferd, das immer alle richtig machen will, „immer ehrlich und einfach zu reiten ist.“ Daher führte sie ihn auch bei der Sichtung der Auktionspferde in Darmstadt vor und freute sich sehr darüber, dass Chef in die Auswahl aufgenommen wurde.

„Als er in Elmshorn ankam, musste er sich erst eingewöhnen und hat zu Beginn wenig gefressen“, sagt Müller beim Besuch in der Box. „Aber das hat sich auch schnell gegeben.“ Er wird weiter in Deutschland bleiben und hat mit 24 000 Euro ein gutes Ergebnis erzielt.

Das teuerste Reitpferd, die fünfjährige Casalltochter Chiona wechselte für 77 000 Euro vom Holsteiner Verband in den Besitz von Manfred von Allwöhrden. Bei den dreijährigen Youngstern stellte der „König des Freispringens“, wie Auktionator Hendrik Schulze Rückamp den Vagabond de la Pomme-Sohn Vancouver bezeichnete, die Auktionsspitze. Er versteigerte den Hengst für 52 000 Euro ebenfalls nach Hamburg. „Im Schnitt gesehen, war der Preis, den die neuen Besitzer für Chef bezahlt haben, absolut okay“, befanden Schwender und Müller gemeinsam. „Er hat das gebracht, was wir uns auch vorgestellt hatten.

Insgesamt waren in der Fritz-Thiedemann-Halle 39 Pferde unter den Hammer gekommen. Die Dreijährigen erzielten eine Summe von 168 000 Euro, was einem Durchschnittspreis von 16 800 Euro entsprach. Die älteren Pferde wechselten insgesamt für 644 000 Euro den Besitzer, im Schnitt brachten sie 23 000 Euro.

Und auch für das einzige Pferd, für das während der Auktion nicht einmal das Mindestgebot von 10 000 Euro aufgerufen wurde, fanden sich nach der offiziellen Verkaufsveranstaltung noch Interessenten. Während die ersten Pferde verladen und in ihre neuen Ställe gefahren wurden, verhandelten potenzielle Kunden mit den Besitzern.

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