Kommunalwahl : CDU will weniger Plakate im Wahlkampf

Wahlkampf: Im vergangenen Jahr berichtete unsere Zeitung im Zuge der Landtagswahl über den Plakat-Wahnsinn in Elmshorn. Besonders aggressiv warb der Südschleswiger Wählerverband, der entlang der Hamburger Straße nahezu an jeder Laterne ein Plakat befestigt hatte.  Foto: joa
Wahlkampf: Im vergangenen Jahr berichtete unsere Zeitung im Zuge der Landtagswahl über den Plakat-Wahnsinn in Elmshorn. Besonders aggressiv warb der Südschleswiger Wählerverband, der entlang der Hamburger Straße nahezu an jeder Laterne ein Plakat befestigt hatte. Foto: joa

Zahl der Schilder und Plakate soll reduziert werden. Schrieb an die Rathaus-Parteien.

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08. Februar 2013, 09:47 Uhr

Elmshorn | Bei jeder Wahl dasselbe Spiel: Wenige Wochen vor dem Urnengang beginnen die Parteien damit, das Stadtbild umzugestalten: Überall sind dann die Konterfeis der Kandidaten zu bestaunen, stehen Plakate mit - oftmals sehr einfältigen - parteipolitischen Botschaften.

Das muss nicht sein, meint die Elmshorner CDU. Während einer Sitzung hat der Vorstand der Union deshalb beschlossen, die Initiative zu ergreifen, damit während des bevorstehenden Kommunalwahlkampfes die Zahl der Schilder und Plakate begrenzt werden kann.

Elmshorns CDU-Chef Christian Saborowski hat deshalb die Vorsitzenden der übrigen im Rathaus vertretenen Parteien angeschrieben. "Wir bitten Ihren Vorstand, gemeinsam mit uns darüber nachzudenken, ob eine Möglichkeit besteht, die Anzahl der Plakate im Kommunalwahlkampf je Partei auf eine feste Anzahl zu beschränken und auch die Stellplätze zu vereinbaren, die für Werbezwecke genutzt werden dürfen. Von unserer Seite sind wir bereit, eine entsprechende Vereinbarung zu treffen", so Saborowski in einem Brief an SPD, Grüne und FDP. Die Union sei gern bereit, einen Termin zu vereinbaren, um Einzelheiten zu besprechen und zu einem gemeinsamen Beschluss zu kommen.

Das war Mitte Januar. Ob Elmshorn im kommenden Wahlkampf tatsächlich weniger mit Plakaten zugepflastert wird als in vergangenen Zeiten, ist allerdings offen. Bislang hat sich nämlich lediglich Rainer Naske von den Grünen bei Saborowski gemeldet. Naske fand die Idee gut. Die Grünen könnten sich vorstellen, die Initiative zu unterstützen, teilte er mit.

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