CDU will Volker Hatje als Bürgermeister

Der Vorstand der Elmshorner CDU Karla Fock (von links), Thorsten Kruse, Nicolas Sölter und Christian Saborowski unterstützt die Bürgermeister-Kandidatur von Stadtrat Volker Hatje (mitte).    Foto: Marek
Der Vorstand der Elmshorner CDU Karla Fock (von links), Thorsten Kruse, Nicolas Sölter und Christian Saborowski unterstützt die Bürgermeister-Kandidatur von Stadtrat Volker Hatje (mitte). Foto: Marek

Mitgliederversammlung sprach sich einstimmig dafür aus, die Kandidatur des parteilosen Stadtrats zu unterstützen / Hatje erfreut über große Zustimmung

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07. Februar 2013, 10:47 Uhr

Elmshorn | Die offizielle Kandidatur von Elmshorns Volker Hatje um den Posten des Bürgermeisters rückt immer näher. Als erste Partei hat sich die CDU dafür ausgesprochen, den Stadtrat zu unterstützen. Das Votum fiel einstimmig aus. Heute stellt sich Hatje bei der SPD vor. Die FDP will ihn auch einladen.

Gemeinsam mit Fraktionschef Andreas Hahn und seinem Vorgänger Michael von Abercron habe er bereits vor gut einem Jahr Kontakt zu Hatje aufgenommen, berichtet CDU-Stadtverbandschef Christian Saborowski. Hatje habe sich als sachkundiger und kompetenter Verwaltungsfachmann erwiesen, der eng und gut mit der Politik zusammengearbeitet habe. Zudem erwartet die Union laut Saborowski von Hatje, dass er alle Rathausfraktionen gleich behandeln und nicht mehr, wie bei der jetzigen Bürgermeisterin, deren Partei, die SPD, bevorzugen werde.

"Am liebsten hätten wir es gesehen, wenn Herr Hatje alleiniger Kandidat der CDU geworden wäre", sagte Saborowski. Doch Hatje habe von Anfang an darauf gesetzt, nicht der Kandidat einer Partei zu sein, sondern von möglichst vielen Parteien unterstützt zu werden. "Das mussten wir akzeptieren und das haben wir akzeptiert", sagte Saborowski. Nach der neuen Kommunalverfassung könne ein Kandidat von mehreren Parteien unterstützt werden.

Mittlerweile habe er mit Elmshorns SPD-Chef Ernst Dieter Rossmann telefoniert, so Saborowski. Der sei einverstanden, dass Hatje nicht SPD-Kandidat sei, sondern von SPD, CDU und wahrscheinlich auch der FDP unterstützt werde.

Saborowski begrüßte es, dass die CDU/FDP-Landesregierung den Parteien, und nicht wie früher den Fraktionen die Entscheidung über die Bürgermeisterkandidaten übertragen habe. "Das stärkt die Parteien, schließlich sind die laut Grundgesetz an der politischen Willensbildung beteiligt", so der CDU-Chef.

Hatje nannte als wichtigste Schwerpunkte im Falle seiner Wahl: Bildung, Betreuung und Jugend sowie Stadtentwicklung. Ein wichtiger Punkt werde die Umgestaltung der Innenstadt sein. Zudem bekannte er sich zu einer engen und transparenten Zusammenarbeit mit der Politik. Außerdem sagte er zu, alle Parteien gleich zu behandeln. "Die Politik braucht eine qualitativ hochwertige Beratung vom Bürgermeister", machte Saborowski deutlich. Der Bürgermeister leite zwar die Verwaltung mit rund 300 Mitarbeitern und einem Umsatzvolumen von rund 100 Millionen Euro. Die Entscheidungen treffe aber die Politik.

Der CDU-Vorstand, so Saborowski, könne der Mitgliedschaft Hatje "guten Gewissens" empfehlen. Der hinterließ offenbar einen guten Eindruck: Alle 29 stimmberechtigten Christdemokraten votierten für Hatje.

"Ich freue mich sehr über das einstimmige Ergebnis. Das ist ein gutes Zeichen für die bisherige Zusammenarbeit und ein Vertrauensbeweis für die Zukunft", sagte Hatje.

Nach der Wahl überreichte Saborowski Hatje das Elmshorner Bürgermeisterspiel. Der Kandidat las unter viel Beifall die Spielbeschreibung vor: "Kommunikation, Cleverness, Glück und Charme sind gefragt, denn Ziel des Spiels ist es, genug Stimmen zu sammeln, um Bürgermeister zu werden."

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