Neujahrsempfang : CDU sucht Elmshorns Footprint

Der CDU-Ortsvorsitzende Nicolas Sölter (von links) und der CDU-Bundestagsabgeordnete Michael von Abercron begrüßen den schleswig-holsgteinischen Innenminister Hans-Joachim Grote beim Neujahrsempfang.
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Der CDU-Ortsvorsitzende Nicolas Sölter (von links) und der CDU-Bundestagsabgeordnete Michael von Abercron begrüßen den schleswig-holsgteinischen Innenminister Hans-Joachim Grote beim Neujahrsempfang.

140 Gäste beim Empfang des Ortsverbands in der Gaststätte Sibirien. Innenminister Hans-Joachim Grote als Gastredner.

shz.de von
02. Februar 2018, 16:30 Uhr

Als sich im Jahr 2001 Michael von Abercron für das Amt des Bürgermeisters in Elmshorn zur Wahl stellen wollte, hatte sich die Elmshorner CDU einen prominenten „Berater“ gesucht: Hans-Joachim Grote, damals Bürgermeister der Stadt Norderstedt.

Das Ergebnis ist bekannt: von Abercron wurde nicht Bürgermeister, sondern Brigitte Fronzek. Seit dieser Legislaturperiode sitzt er im Deutschen Bundestag. Hans-Joachim Grote war bis 2017 Bürgermeister in Norderstedt und ist jetzt Schleswig-Holsteins Minister für Inneres, ländliche Räume und Integration.  Hans-Joachim Grote war der Gastredner des diesjährigen Neujahrsempfangs der Elmshorner CDU und vertrat Schleswig-Holsteins Ministerpräsident und Vorsitzenden der Landes-CDU, Daniel Günter. Der musste kurzfristig absagen – die Koalitionsverhandlungen in Berlin hatten Vorrang.

„Wir sind sehr erleichtert gewesen, dass der Minister den Auftritt in Elmshorn noch in seinen engen Terminplan mit einbauen konnte. Denn Absagen kam für uns nicht in Frage“, sagte Nicolas Sölter, Gastgeber und Vorsitzender der Orts-CDU. Weil auch Grote in diesen Tagen ein gefragter Mann ist, verzögerte sich der Beginn des Empfangs. Die 140 Gäste im Saal der Gaststätte Sibirien mussten Geduld haben. Unter den Gästen waren Vertreter aus der Politik, der Wirtschaft und von Vereinen.

In seiner Rede sprach der Minister unter anderem über die anstehenden Kommunalwahlen am 6. Mai dieses Jahres und gab seinen Parteikollegen einige Denkanstöße für den bevorstehenden Wahlkampf mit auf den Weg. „Entwickeln Sie Ideen und Visionen. Wie unterscheidet sich Elmshorn von anderen Städten? Was macht Elmshorn aus, warum leben wir hier? Was haben wir für Ziele. Schaffen sie einen regionalen Footprint“, riet Hans-Joachim Grote seinen Parteifreunden. „Keiner wird die Aufgaben der Zukunft allein lösen können“, sagte der Minster am Ende seiner Rede.

Michael von Abercron, gerade in die Bundestagsausschüsse für Ernährung und Landwirtschaft sowie Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung gewählt, sprach in einen kurzen Zwischenbericht aus Berlin aktuelle Themen wie die Debatten um die Abschaffung des Solidaritätsbeitrags, die Finanzierung der Krankenkassen und das Versäumnis, dass seit 2015 nicht klar über das Thema Migration gesprochen worden sei. Für sich stellte er fest: „Eine Regierungsbeteiligung um jeden Preis wird es mit meiner Beteiligung nicht geben. Das werde ich auch der Fraktion sagen.“

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