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Elmshorner Nachrichten

16. August 2017 | 23:56 Uhr

Elmshorn : CDU-Politiker attackiert Kibek-Chef

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Andreas Hahn greift Frank Sachau an: Entwicklung der Knechtschen Hallen unzureichend. Sachau wehrt sich gegen den Vorwurf.

Elmshorn | Trotz leichter Taubheit im Mund aufgrund einer Zahn-Operation, redete CDU-Mann Andreas Hahn am Donnerstagabend mit ziemlich scharfer Zunge. Nach einem Sachstandsbericht zum Thema Knechtsche Hallen des Entwicklungsprojektes Exwost griff der Vorsitzende des tagenden Ausschusses zum Schwert und setzte dem Inhaber der alten Immobilie an der Schlossstraße einige forsche Seitenhiebe. Frank Sachau behindere durch Nichts-Tun die Entwicklung des Projektes. Die Knechtschen Hallen seien „eine Warze im Sanierungsgebiet Krückau-Vormstegen“, sagte Hahn. Der Kibek-Chef gab sich gestern am Telefon empört angesichts solcher Vorwürfe. „Die Äußerungen sind unfair. Hahn, wer ist das eigentlich?“, sagte Sachau.

Warum diese Attacke? Projekt-Chef Ralf Ebert stellte im Ausschuss für Stadtentwicklung einen Zwischenstand des Projektes Exwost vor. Mit dem Ergebnis: Statt der Wiederbelebung der Knechtschen Hallen hat die Projektforschung lediglich das Kranhaus mit dem Freundeskreis als neue Keimzelle für Kultur- und Bildungsangebote hervorgebracht. Eine effektive Kommunikation mit Frank Sachau als Inhaber der Knechtschen Hallen sei bisher kaum fruchtend verlaufen.

„Dann soll er doch drauf sitzen bleiben“, flunkerte anschließend Andreas Hahn in die Runde. Trotz verhaltenem Schmunzeln im „Stammpublikum“ konnte Hahn mit scharfer Kritik nicht zurückhalten. Eine gewisse Skepsis in Bezug auf Frank Sachau und seine Knechtschen Hallen habe ihn stets verfolgt. Dass Ebert und Kollegen der Beratungsfirma „Stadtart“ nicht so recht weiter kommen, sei nicht unerwartet.

Es sei nicht die Absicht der Stadt, dort im Quartier nicht fortzuschreiten. Die „Warze im Sanierungsgebiet“, wie Hahn die ehemaligen Teppichlager im Ausschuss bezeichnete, wolle man zu einem Gebäude voller Leben verwandeln.

Die Knechtschen Hallen als unangenehme Geschwulst zu bezeichnen? Was für Lacher im Publikum sorgte, brachte gestern den Kibek-Chef auf die Palme. „Das ist unfair, was da geredet wurde“, erwiderte er auf Anfrage unserer Zeitung. Er verstehe die Kritik nicht. Sachau habe keinen Kontakt zum CDU-Mann. Hahn wisse nicht, worüber er rede. Frank Sachau: „Wir arbeiten top und eng mit der Stadt Elmshorn zusammen. Wir sind so kooperativ, wie nur möglich. Die Aussagen von Herrn Hahn kann ich nicht verstehen.“ Sie seien unangebracht und inakzeptabel. Dass die Knechtschen Hallen optisch zurzeit nicht „schön“ seien, wisse Sachau. Doch von fehlendem Kooperationswillen zu sprechen, entbehre jeglicher Realität. Warum habe er sonst einen Vertrag mit der Stadt geschlossen, bei dem die Verwaltung völlige Freiheit habe, den Bau zu untersuchen? Nicht, weil er das Projekt nicht wolle. „Ich bin an einer guten Lösung interessiert wie kaum ein anderer, wenn sich das Quartier dort gut entwickelt“, sagte Sachau.

Das hofft auch Jens Jähne. Der Vorsitzende des Freundeskreis Knechtsche Hallen ist wie Andreas Hahn ein wenig enttäuscht über das zähe Vorankommen und drückt auch seinen Daumen in die Wunde: „Ich bin optimistisch, dass Herr Sachau irgendwann kapitulieren wird.“

Ob diese Angriffe der Sache Knechtsche Hallen dienen werden? In aller Freundschaft sieht anders aus.

 

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erstellt am 24.Mai.2014 | 14:30 Uhr

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