zur Navigation springen
Elmshorner Nachrichten

22. Oktober 2017 | 23:25 Uhr

CDU kämpft um 20 Kita-Plätze

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Bewegungs-Kita Verzichts-Entscheidung sorgt für Ärger

shz.de von
erstellt am 25.Jul.2017 | 17:46 Uhr

Auf dringend benötigte Kita-Plätze verzichten: Das kommt mit der Elmshorner CDU nicht in Frage. „Warum sollen 20 Familien in Elmshorn auf einen Kita-Platz verzichten, nur damit die glücklich Auserwählten etwas mehr Platz haben“, sagte gestern die Sprecherin der CDU, Karla Fock. „Das ist doch höchst unsozial. Diese elitäre Bevorzugung derjenigen, die einen Platz bekommen haben, können wir nicht verstehen. In den Ohren von Betroffenen, die händeringend Betreuung für ihre Kinder suchen, klingt das wie der blanke Hohn. Wer zu solchen Luxus-Entscheidungen kommt, hat jegliche Bodenhaftung verloren.“ Der Seitenhieb geht eindeutig in Richtung SPD, FDP und Grüne.

Hintergrund des Parteien-Zoffs: Gegen die Stimmen der CDU hatte der Kinder- und Jugendausschuss beschlossen, für die geplante Bewegungs-Kita in der Paul-Dohrmann-Schule am bisherigen Raumkonzept festzuhalten, sprich sieben Gruppen mit 70 Elementarplätzen für Drei- bis Sechsjährige und 35 Krippenplätzen für Jungen und Mädchen von null bis drei Jahren. Die Kita-Aufsicht des Kreises Pinneberg hatte nach Durchsicht der Planungen vorgeschlagen, noch 20 Elementarplätze zusätzlich zu schaffen, weil Raum genug vorhanden sei. Diese Lösung präferierte auch die Elmshorner Stadtverwaltung. Doch das lehnte eine Mehrheit im Jugendausschuss ab: Begründung: Mehr Raum sei für eine Bewegungs-Kita ideal.

Die CDU kritisiert diese Entscheidung, fordert, dass die 20 zusätzlichen Plätze geschaffen werden. Eine Bewegungs-Kita definiere sich in erster Linie durch das Vorhandensein einer Sporthalle, eines Bewegungsraums, eines großzügigen Außenbereichs und einem Raumangebot deutlich über den festgesetzten Mindeststandards. Das ist aber auch mit den zusätzlichen 20 Plätzen gegeben und gefährde somit keineswegs das Konzept einer Bewegungs-Kita, zumal die Eigenschaft einer Bewegungs-Kita auch sowieso durch die Trägerauswahl und deren Bewerbungskonzepte gesteuert werde.

Fock betont, dass die Stadt ohnehin den selbst gesteckten Zielen bei der Schaffung von Kita-Plätzen hinterher hinke. Darüber hinaus verzichtet man auf 40  000 Euro Fördergelder für die 20 neuen Plätze und riskiere auch eine Kürzung der Förderung der bisher geplanten 105 Kita-Plätze, weil das Platzangebot deutlich über dem vorgegebenen Standard liegt.

„Offenbar haben immer noch nicht alle Politiker verstanden, dass die Stadt Elmshorn nicht in Geld schwimmt. Wir werden das Thema noch einmal aufgreifen“, sagte Fock.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen