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Elmshorner Nachrichten

24. November 2017 | 08:38 Uhr

CDU kämpft für drittes Gleis

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

shz.de von
erstellt am 07.Mai.2016 | 16:08 Uhr

Die Christdemokraten aus dem Wahlkreis Elmshorn kämpfen weiter für den Bau des dritten Eisenbahngleises zwischen Elmshorn und Eidelstedt. Mit einem Schreiben an den Bundesverkehrsminister haben sie ihre Forderung bekräftigt, das Projekt in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans aufzunehmen. Andernfalls befürchten sie gravierende negative Auswirkungen für den Verkehr auf der schon jetzt stark ausgelasteten Strecke zwischen Elmshorn und Hamburg.

„Der Ausbau der Bahn-Verbindung Elmshorn-Eidelstedt muss in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplansaufgenommen werden“, so die CDU-Politiker Michael von Abercron,Landtagskandidat (Foto), Immo Neufeldt, Vorsitzender der Fraktion im Elmshorner Stadtverordnetenkollegium, Nicolas Sölter, Vorsitzender Stadtverband Elmshorn und Daniel Kölbl, Vorsitzender Stadtverband Tornesch sowie die Landtagsabgeordnete Barbara Ostmeier.

„Die Bahnstrecke ist so stark frequentiert, dass zusätzliche Bahnhalte und Verbindungen zum Beispiel für Tornesch/Uetersen mit einem Bevölkerungseinzug von mehr als 50  000 Menschen immer wieder mit dem Hinweis der Überlastung abgelehnt wurden“ , verdeutlichen die Unionspolitiker die Probleme. Darüber hinaus seien die Züge in den Spitzenzeiten schon heute ab dem Haltepunkt Elmshorn für die Fahrgäste unzumutbar überlastet. Die Bahn habe die Möglichkeiten einer Verbesserung des Angebots mit einer engeren Vertaktung und den Einsatz anderen Wagenmaterials wie Doppelstockwagen bereits ausgeschöpft.

Aufgrund der Zusammenführung der Jütlandlinie mit der Hauptstrecke nach Kiel und der Marschenbahn Richtung Brunsbüttel und Westerland gebe es schon seit Langem eine Überlastung der Strecke in Richtung Hamburg. Das mache eine zusätzliche Aufnahme weiterer Verkehre für Personen wie Güter unmöglich. „Außerdem hat diese auch für die Bahn AG schwierige Situation immer wieder zu Zug- beziehungsweise Signalstörungen geführt, die das Problem noch weiter verschärft haben. Das hat zur Folge, dass diese Strecke wegen der sehr häufigen Verspätungen als auch bei den Fernverbindungen als äußerst unzuverlässig eingeschätzt und Schleswig-Holstein und seiner Wirtschaft als Verkehrsferne ausgelegt wird“, beklagen die Christdemokraten.

Aufgrund der neuesten Bevölkerungsprognosen für den Metropolraum Hamburg und gerade für den Bereich Elmshorn-Tornesch-Uetersen-Pinneberg (zurzeit circa 150  000 Einwohner) müsse mit einem sehr stark wachsenden Verkehrsbedarf gerechnet werden, heißt es in dem Schreiben. Deshalb sei folgerichtig der dreistreifige Ausbau der A23 in Richtung Hamburg im Bundesverkehrswegeplan enthalten. Es sei deshalb aber auch der Bau eines dritten Gleises für den Schienenengpass Elmshorn-Tornesch-Pinneberg „zwingend geboten“. Schließlich habe auch diese Bundesregierung das Ziel, mehr Verkehr auf die Schiene zu holen.

Die Herausnahme des „Dritten Gleises“ aus dem Bundesverkehrswegeplan wird zum Teil mit dem Hinweis auf eine mögliche Entlastung der Strecke durch die zukünftige Fehmarn-Belt –Querung begründet. Abgesehen von einem noch nicht absehbaren Zeitpunkt der Realisierung der Bahnstrecke Puttgarden-Lübeck (Hinterlandanbindung Fehmarn-Belt) mit einem Neubau der Fehmarn-Sund-Brücke sei auf allen Strecken mit einer erheblichen Zunahme des Güterfernverkehrs zu rechnen, geben die CDU-Politiker zu bedenken. Darüber hinaus sei nicht davon auszugehen, dass nach einer möglichen Fertigstellung der neuen Vogelfluglinie die gut ausgebaute Jütlandroute viel weniger genutzt werden würde, so dass es auch wegen der prognostizierten Verkehrszunahmen nicht zur deutlichen Entlastung der Bahnverkehre auf der Strecke Elmshorn-Pinneberg-Eidelstedt kommen würde. Vielmehr sei davon auszugehen, dass gerade der Güterverkehr aus und in Richtung Jütland und auch Brunsbüttel zunehmen werde. „Vor diesem Hintergrund bitten wir darum, das Dritte Gleis in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplan aufzunehmen“, so die CDU-Politiker in ihrem Schreiben an den Verkehrsminister.

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