CDU fordert Auszug der Mitarbeiter

Ungewohnter Blick auf das Elmshorner Rathaus. Noch hat die Verwaltung dort ihren Sitz.  Foto: CPE
Ungewohnter Blick auf das Elmshorner Rathaus. Noch hat die Verwaltung dort ihren Sitz. Foto: CPE

Formaldehyd im Rathaus zu gefährlich

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01. April 2011, 08:21 Uhr

Elmshorn | Die Formaldehyd-Funde im Rathaus haben Mitarbeiter, Verwaltungsspitze und Politik gleichermaßen aufgeschreckt. Schließlich ist der Stoff von der WHO als Krebs erregendend eingestuft worden.

Die CDU-Fraktion prescht jetzt vor. Angesichts der flächendeckenden Funde hält sie einen schnellen Auszug der Beschäftigten aus dem Gebäude für unumgänglich. "Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben ein Recht auf einen nicht gesundheitsschädlichen Arbeitsplatz", heißt es in einer Presseerklärung.

Die CDU fordert die Verwaltung auf, "alles dafür zu tun, schadstofffreie Arbeitsplätze so schnell wie möglich bereitzustellen". Den Mitarbeitern "sei nicht zuzumuten, ein Jahr und länger in einem mit Formaldehyd belasteten Rathaus zu arbeiten, weil sowohl die Sanierung als auch ein Neubau innerhalb eines Jahres nicht realisiert werden kann", heißt es im Papier der CDU.

Planung und Entscheidungsprozesse eines so komplexen Projektes wie die Gestaltung eines Rathauses ließen sich nicht übers Knie brechen. Folglich müssten schon in dieser Zeit Ersatzräume für die Mitarbeiter der Verwaltung zur Verfügung stehen. Die Christdemokraten wollen deshalb einen Antrag für den Hauptausschuss formulieren, der am 12. April zum Thema Rathaus tagt.

In ihrem Antrag fordert die CDU-Fraktion, dass die Verwaltung aufgefordert wird, kurzfristig für formaldehydfreie Arbeitsplätze zu sorgen. Es sollten daher Angebote eingeholt und der Politik zur Entscheidung vorgelegt werden. Es könne dann "in aller Ruhe und mit der notwendigen Sorgfalt ohne zeitlichen Druck die Entscheidung, in welcher Form die Problematik Rathaus Elmshorn gelöst wird, von Stadt- und Selbstverwaltung vorbereitet, diskutiert und entschieden werden". Die Sitzung des Hauptausschusses beginnt um 18 Uhr im Mehrzweckraum des Rathauses. Dann dürften von der Verwaltung auch Zahlen auf den Tisch gelegt werden, was eine Sanierung des Denkmal geschützten Gebäudes unter Berücksichtigung der Form aldehyd-Belastung kosten würde.

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