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Elmshorner Nachrichten

15. Dezember 2017 | 00:24 Uhr

CDU-Chef pfeift Hahn zurück

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Saborowski entschuldigt sich öffentlich für Kibek-Kritik seines Parteikollegen / Stadt sprach mit Teppich-Chef

shz.de von
erstellt am 30.Mai.2014 | 16:00 Uhr

„Es tut mir leid.“ Wenige Worte, die eine Entschuldigung für einen persönlichen Fauxpas vermuten lassen. Doch weit gefehlt. CDU-Fraktionsvorsitzender Christian Saborowski entschuldigte sich in der vergangenen Hauptausschussitzung im Rathaus für Worte seines Fraktionskollegen Andreas Hahn. Dieser hatte in Zusammenhang mit der schleppenden Entwicklung der Knechtschen Hallen dem Eigentümer des Hauses und Kibek-Chef Frank Sachau vorgeworfen, wenig kooperativ die Sanierungsabsichten der Stadt mitzutragen (wir berichteten). Für Saborowski ist es ein Unding, so etwas als CDU-Vertreter zu erklären. Dafür entschuldigte sich der CDU-Fraktionschef stellvertretend in aller Öffentlichkeit.

Eigentlich waren es nur beiläufige Worte von Andreas Hahn, als er in der Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses als Vorsitzender über die Knechteschen Hallen sprach. Als „Warze im Sanierungsgebiet“ beschrieb er die Sachlage. Doch der Witz war nach Aussagen seines Parteikollegen Saborowski mit viel schwarzem Humor gespickt. „Hahn kann denken, was er möchte, solange er solche Äußerungen nicht öffentlich macht“, sagte Sabowowski unserer Zeitung. Vor allem sei es schade, dass die breite Öffentlichkeit nicht zwischen privaten Äußerungen und öffentlichem Amt unterscheide. Das Gesagte stehe so immer im Zusammenhang mit der CDU Elmshorn. Das verbiete er sich. Die gemachten Äußerungen Hahns seien nicht die Meinung der Partei.

Ganz im Gegenteil. Es liege jedem viel daran, die Knechtschen Hallen neuen Funktionen zukommen zu lassen. Ohne Investoren wie Frank Sachau gehe es nicht. Es würde deshalb umso mehr der Sache geschadet, wenn durch kritische Worte wie „Warze“ und mangelnde Kooperation bereits im Vorwege der Zusammenarbeit Brücken zerschlagen werden. „Ich habe mich sehr darüber geärgert“, sagte Saborowski Vertretern von Stadt und Politik während der Sitzung. Mit Sachau habe er bereits gesprochen und sich auch bei ihm persönlich für den Fauxpas entschuldigt.

Für Bürgermeister Volker Hatje waren die Worte Hahns eine persönliche Meinung, dennoch hielt es auch ihn nicht davon zurück, ebenfalls beim Kibek-Chef vorstellig zu werden. SPD-Fraktionschef Ulrich Lenk dazu: „Frank Sachau ist ein hartnäckiger Verhandlungspartner.“ Es sei sein legitimes Recht, nicht gleich zu allem Ja und Amen zu sagen. Ihm aus seiner Zurückhaltung einen Strick zu drehen, sei weit hergeholt. Die von Hahn angekreideten Verzögerungen bei der Sanierung der Knechtschen Hallen würden nicht im Verantwortungsbereich des Kibek-Chefs liegen.

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