Buntes Zelt mit großer Wirkung

Betreuer und Jugendliche  vom Kinder- und Jugendhaus Krückaupark, sowie Mitarbeiter der Stadt Elmshorn und die Friedensgemeinde haben gemeinsam einen neuen Treffpunkt im Steindammpark aufgebaut.
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Betreuer und Jugendliche vom Kinder- und Jugendhaus Krückaupark, sowie Mitarbeiter der Stadt Elmshorn und die Friedensgemeinde haben gemeinsam einen neuen Treffpunkt im Steindammpark aufgebaut.

Jugend Nach dem Brand im Kinder- und Jugendhaus Krückaupark haben Mitarbeiter und Stadt für schnellen Ersatz gesorgt

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13. September 2017, 17:38 Uhr

In Krisenzeiten hält man zusammen – so läuft das in der Familie oder unter Freunden. Doch das dieser Mechanismus auch eine ganze Stadt zusammenbringen kann, zeigen nun die Geschehnisse um das Kinder- und Jugendhaus Krückaupark. Nur zwei Wochen nach dem Brand im Jugendhaus hat die Einrichtung nun wieder einen festen Anlaufpunkt – als buntes Zirkuszelt im Steindammpark.

„Wir haben bewiesen, dass Dinge möglich sind, die man zunächst von einer Behörde nicht erwarten würde: Nämlich Schnelligkeit und Flexibilität“, sagt der Stadtrat Dirk Moritz bei der Vorstellung des neuen Treffpunktes. „Wir wissen ganz klar, dass die Kinder und Jugendlichen einen festen Anlaufpunkt in der Stadt brauchen“, erklärt Heike Rosemann, Leiterin des Amtes für Kinder, Jugend, Schule und Sport, auch die Schnelligkeit, mit der die neue Lösung aufgebaut wurde. Anders als bisher berichtet, stammt das Zirkuszelt nicht vom Stadtteilverein Hainholz, sondern von der Friedensgemeinde.

Von Montag bis Freitag zwischen 14 und 20 Uhr ist das Zelt auf der Wiese im Steindammpark für Kinder und Jugendliche offen. Zusätzlich zum Zelt wird auch der Bus der mobilen Spielplatzbetreuung (Mobs) auf dem Gelände stehen. „Wir sind froh, dass wir den Mobs-Bus haben, damit wir bei schlechtem Wetter auch im Trockenen sitzen“, erklärt Karen Wöbcke vom Jugendhaus-Team.

Noch ist das Zelt nicht voll ausgestattet. Mehr Möbel und Spielzeug wollen die Mitarbeiter zu dem neuen Platz bringen. „Wir haben sehr viel Rückhalt und Spenden aus der Bevölkerung erhalten. Aber wir fangen erst an und müssen erst prüfen, was wir genau brauchen“, so Wöbcke.

Das Zelt ist erstmal eine schnelle Lösung für den aktuellen Monat. Im Oktober soll der Treff in die Anne-Frank-Gemeinschaftsschule umziehen. Hierfür soll dort der Pausenraum genutzt werden.

Das Kinder- und Jugendhaus Krückaupark wird derweil saniert und neu aufgebaut. Ein halbes Jahr wird das Haus mindestens geschlossen bleiben. „Im März wollen wir im Haus aber unser 40-jähriges Jubiläum feiern“, hofft Amtsleiterin Rosemann.

Durch den Brand musste der Austausch mit Jugendlichen aus Stargard, der im Kinder- und Jugendhaus Krückaupark eigentlich eine Tradition ist und seit vielen Jahren stattfindet, verschoben werden. Stattfinden werde aber der Besuch einer Fußballgruppe aus Finnland, die in der Sporthalle der Elsa-Brändström-Schule übernachten könne. Inzwischen ist auch klar, wohin das Kickertunier, das anlässlich der Interkulturellen Woche stattfinden soll, verlegt wird. Am Sonnabend, 23. September, treten ab 14 Uhr Kinder und Jugendliche alleine oder in Zweierteams gegeneinander an. Veranstaltungsort ist die Spielzone der KGSE. Anmeldungen unter mehmet-karakavak@hotmail.de.

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