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Seestermühe : Bürokratismus - den Bürgern zuliebe

vom

Änderung des Flächennutzungsplans, zwei Bebauungspläne und eine Veränderungssperre Thema der Gemeinderatssitzung.

shz.de von
erstellt am 24.Mai.2013 | 09:35 Uhr

Seestermühe | Eine Änderung des Flächennutzungsplans, zwei Bebauungspläne und eine Veränderungssperre standen in Seestermühe im Mittelpunkt der letzten Gemeinderatssitzung vor den Kommunalwahlen. Im Flächennutzungsplan soll die Fläche der ehemaligen Klärteichanlage in ein Grundstück für eine Freilandphotovoltaikanlage umgewidmet werden. Darüber hinaus wird der Bereich an der Dorfstraße, von der Hausnummer 31 bis 51 mit nur einer Ausnahme wieder als Landschaftsfenster und private Grünfläche ausgewiesen.

Zum Hintergrund: Die Gemeinde Seestermühe hatte im Flächennutzungsplan (F-Plan) eine Lückenschlussbebauung für diesen Bereich vorgesehen. Nach der Genehmigung des F-Plans, wurde die Aufstellung des entsprechenden Bebauungsplanes (B-Plan) vorangetrieben. Im Rahmen dieses Verfahrens machten die Grundstückseigentümer bis auf eine Ausnahme deutlich, dass für sie eine Bebauung der Fläche nicht in Frage kommt und sie die anfallenden Kosten für den B-Plan nicht übernehmen wollen.

Das stellte die Gemeinde vor ein Dilemma. Einerseits sollte einem der Grundstückseigentümer der Bau eines Wohnhauses ermöglicht werden, andererseits sollten keine Voraussetzungen für eine Lückenbebauung geschaffen werden. Um dies planerisch einwandfrei darzustellen, wird die Gemeinde die Flächen, mit Ausnahme des einen Grundstücks, wieder als eine private Grünfläche einstufen, die nicht bebaut werden darf. "Das ist zwar Bürokratismus pur, aber notwendig", kommentierte Seestermühes Bürgermeister Thorsten Rockel die Vorgehensweise.

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