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Ausnahmegenehmigung des Landes nötig : Bürger-Windpark soll wachsen

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Raa-Besenbeks Politik gibt grünes Licht für mögliche Erweiterung: Planungen beginnen

Raa-Besenbek | „Es geht um Wind“ so die Begründung der Raa-Besenbeker Gemeindevertretung für die vierte Änderung des Flächennutzungsplans. Auf der Fläche der Gemeinde Raa-Besenbek befinden sich zurzeit links und rechts der Bundesstraße 431 zwei Eignungsgebiete für Windkraftanlagen. Diese Eignungsgebiete sind mittlerweile mit je vier Windkraftanlagen bebaut. Der erste Windpark, der in der Elmshorner Nachbargemeinde entstanden ist, befindet sich südlich der B 431. Im Rahmen der Änderung des Flächennutzungsplans soll die Möglichkeit geschaffen werden, die bestehenden Anlagen zu „repowern“, sprich zu vergrößern, umzubauen oder komplett zu erneuern.

Die Änderung des F-Plans geht aber noch über die mögliche „Überarbeitung“ des ersten Windparks hinaus. Angedacht ist, noch einen dritten Windpark auf die Beine zu stellen, auf der nördlichen Seite der Bundesstraße. Aus Elmshorn kommend handelt es sich um die Fläche vor dem bestehenden zweiten Windpark vor dem Kanal und dem Raaer Feldweg.

„Wir machen das in ganz kleiner Runde weiter“

Reiner Isensee von der AC Planergruppe aus Itzehoe erläuterte den anwesenden Gemeindevertretern die Ideen hinter der vierten Änderung des Flächennutzungsplans. Die Zahl der Gemeindevertreter, die bei diesem Tagesordnungspunkt im Raum blieben, war durchaus bemerkenswert. Sechs Gemeinderatsmitglieder verließen wegen möglicher Befangenheit den Raum, nur drei Kommunalpolitiker blieben. „Wir machen das in ganz kleiner Runde weiter“, schmunzelten die drei. Denen berichtete Isensee, dass es zurzeit keine gültige Regionalplanung von Seiten des Landes Schleswig-Holstein gäbe. Neue Eignungsgebiete für Windkraftanlagen gibt es nicht, Genehmigungen würden nur in Ausnahmefällen erteilt. Die Vorplanungen für den Bau von Windkraftanlagen liegen zurzeit, da es eben keine gültige Regionalpläne gibt, bei den Gemeinden.

Der Planer machte auch deutlich, dass es sich im Moment um Vorplanungen handelt, die auch der frühzeitigen Beteiligung der Behörden und der Öffentlichkeit dienen. Details zu den möglichen neuen Anlagen des alten, ersten Windparks sowie möglichen neuen Anlagen in einem „Park 3“ gibt es noch nicht. Mit der Flächennutzungsplanänderung soll unter anderem geprüft werden, ob die Fläche vor dem Kanal überhaupt für einen Windpark infrage käme. Klar wurde auch, dass wie bei den bereits entstandenen Anlagen, bei Konkretisierung der Pläne Lärmschutz, Abstände zu Gebäuden, Schattenwurf und vieles berücksichtigt und geprüft werden müssen.

Mit der Zustimmung zur Änderung des F-Plans gab der Gemeinderat grünes Licht für die Pläne der Betreiber des Bürger-Windparks.

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erstellt am 11.Aug.2015 | 16:30 Uhr

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