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Elmshorn : Bürger gestalten das Rathaus aktiv mit

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Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Verwaltung und Planungsbüro loben qualifizierte Anregungen der Bürger für Verwaltungsneubau. Sonderausschuss tagt am 21. Januar.

shz.de von
erstellt am 17.Jan.2016 | 11:00 Uhr

Elmshorn | Das Rathaus Elmshorn hat sich in den vergangenen Wochen und Monaten zur Ideenschmiede für Bürger entwickelt. Im Rahmen öffentlicher Veranstaltungen zum Neubau des Verwaltungsgebäudes brachten sie sich engagiert mit ihren Wünschen, Erwartungen und Vorstellungen ein, die dokumentiert und ausgewertet wurden. Dabei zeigte es sich, dass sie sich intensiv und ernsthaft mit dem Bauprojekt auseinandergesetzt haben, das schließlich auch einmal „ihr“ Rathaus werden soll.

Vieles von dem, was die Bürger vorschlugen, ist sinnvoll, einleuchtend und umsetzbar und fließt, wenn die Politik dafür stimmt, in das Auslobungstextbuch ein, das den Architekten als Grundlage im Wettbewerb dient. Das alles gilt auch für die Öffentlichkeitsveranstaltung zum Technischen Konzept des Rathaus-Neubaues, die am Donnerstagabend in die zweite Runde ging. Etwa 40 Bürger fanden sich im Kollegiumssaal ein, um von den Mitarbeitern des Büros Drees & Sommer sowie der Stadtverwaltung die Ergebnisse der ersten Veranstaltung zu diesem Thema zu erfahren und sich damit auseinanderzusetzen. Mit am Podiumstisch saßen Michael Gerbert (Gebäudemanagement Stadt Elmshorn), Monika Czemper (SPD, Sonderausschuss Rathaus), Stadtrat Dirk Moritz sowie Oliver Lange und Joachim Lenschow vom Büro.

Veranstaltung Nummer eins zum Technischen Konzept wurde von sämtlichen Beteiligten als Erfolg gewertet. Die Teilnehmer entwickelten vielfältige und qualifizierte Anregungen, von denen viele Eingang in den Verwaltungsvorschlag fanden. Zu den konkreten Wünschen der Bürger zählten beispielsweise eine Ladestation für Elektrogeräte wie Smartphones und Laptops sowie ein frei zugängliches WLan-Netz. Deutlich wurde auch, dass die Vorstellungen von Verwaltung und Bürgern gar nicht so weit auseinanderliegen. Das bezieht sich beispielsweise auf das Verwaltungsgebäude, das möglichst langlebig und hochwertig sein soll. Dies bedeutet zwar höhere Investitionskosten, aber auch hohe Lebensdauer und geringere Folgekosten.

Den Part, die Vorschläge für ein nachhaltiges Gebäudetechnikkonzept zu erläutern, übernahm im Wesentlichen Oliver Lange von Drees & Sommer. Er widmete sich vorzugsweise dem Energieversorgungs-, Raumklima-, Wasser-, Baustoff- und dem Sicherheitskonzept, wobei er mit einer Fülle an Details aufwartete. Mit seinen Ausführungen beantwortete er auch zugleich wesentliche Fragen aus der ersten Beteiligungswerkstatt, die sich auf die ökologische, ökonomische, soziokulturelle, technische und Prozess-Qualität bezogen und von der Regenwasser-Nutzung zur Toilettenspülung bis hin zum außenliegenden Sonnenschutz reichten. Außerdem nahm er, unterstützt von seinem Kollegen Joachim Lenschow, Fragen und Anregungen aus der Zuhörerschaft auf.

Wie aber geht es jetzt weiter? Am 21. Januar wird das Technische Konzept im Sonderausschuss Rathaus (SAR) vorgestellt und danach gemäß den Ergebnissen überarbeitet. Die Beschlussfassung durch den SAR erfolgt am 25. Februar, anschließend wird das Technische Konzept in das Auslobungstextbuch des Wettbewerbs Neubau Rathaus aufgenommen und am 14. April darüber abgestimmt. Der Architektenwettbewerb beginnt voraussichtlich Mitte des Jahres, die Ergebnisse werden etwa im Frühjahr 2017 vorgestellt.

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