Bauprojekte in Elmshorn : Bürger beteiligen – aber wie?

Gastgeber Wilfried Kneffel begrüßte an drei Abenden insgesamt rund 200 Zuhörer.
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Gastgeber Wilfried Kneffel begrüßte an drei Abenden insgesamt rund 200 Zuhörer.

Diskussionsveranstaltungen zum Thema Stadtentwicklung, Rathausbau und Mitsprache an drei Abenden.

shz.de von
06. November 2013, 16:00 Uhr

Stadtplanung in Elmshorn – wie läuft das, was passiert gerade und wie können sich die Bürger bei den Projekten einbringen? An drei Abenden diskutierten Experten und Politiker sowie Bürger diese und andere Fragen im Industriemuseum Elmshorn. Die drei Akteure der „Initiative Stadtbildgestalt, Nachhaltigkeit + Baukultur Elmshorn“, kurz SNB, um Wilfried Kneffel hatten eingeladen und so die Reihe „Elmshorner Zukunftswerkstatt“ mit neuem Leben gefüllt: Etwa 200 Interessierte waren insgesamt zu den drei Veranstaltungen gekommen. Die Organisatoren sind zufrieden.

Zwar konnte und sollte das Rad nicht neu erfunden werden, doch zeigte die kleine Veranstaltungsreihe einmal mehr, dass angesichts der großen Vorhaben und Umbrüche in der Elmshorner Innenstadt ein stetiger Fluss von Informationen und immer wieder neu anzusetzende Gespräche auf unterschiedlichen Ebenen unerlässlich sind. Ein großes Thema war denn auch die Bürgerbeteiligung bei der Gestaltung der neuen Mitte Elmshorns im Sanierungsgebiet Krückau/Vormstegen, bei der Standortsuche für einen Rathausneubau oder auch bei der Zukunft der Knechtschen Hallen. „Die Benutzer des Innenstadtareals, und das sind die Bürger, sollten wesentlich mitbestimmen dürfen, was sie später einmal dort nutzen sollen“, sagte zum Beispiel der Architekturkritiker Professor Gert Kähler, einer der Experten während der Diskussionsreihe.

Als unverzichtbar sahen am letzten Abend auch die Vertreter der vier Rathaus-Fraktionen Bürgerbeteiligungen an. Allerdings tun sie sich alle schwer damit, die richtigen Wege dafür zu finden. Man sei aber dabei, diese zu suchen und zu gehen – wenn es denn sinnvoll und möglich ist.

„Wir müssen in dem Bereich aktiver werden und auch neue Strukturen schaffen“, sagte zum Beispiel Mathias Wittorf (CDU) ohne Widerspruch zu ernten. Alle waren sich zudem einig, dass Veranstaltungen wie die der SNB im Industriemuseum gewinnbringend sind: „Wir nehmen da was mit; die Diskussionen in den Fraktionen werden beeinflusst“, hieß es einhellig. Eine Handvoll Zuhörer hatte sich übrigens zuvor an der Diskussion beteiligt. Das sind ungefähr 0,01 Prozent der Elmshorner Bevölkerung.

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