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Elmshorner Nachrichten

22. Juli 2017 | 08:57 Uhr

Brückenbau: Kreis macht jetzt Tempo

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

K 23 Trotz Verzögerungen steht der Zeitplan

Zwei Pfähle sind schon im Erdreich versenkt und einbetoniert. Das dritte Loch hat der riesige Drehbohrer schon in Angriff genommen. 15 bis 22 Meter tief werden die Pfähle im Erdreich versenkt. „Insgesamt werden wir 20 Pfähle setzen“, sagt Frank Hammerle vom Planungsbüro Arndt IDC GmbH. Einen pro Tag. Hammerle hat für eine der wichtigsten Baustellen im Kreis Pinneberg die Bauoberleitung: den Neubau der Krückaubrücke im Zuge der Wittenberger Straße – K  23.

Das Setzen der Pfähle hat sich verzögert, ein größerer Bohrer musste aus Nordrhein-Westfalen geordert werden. „Der Bauuntergrund hat nicht die Tragfähigkeit wie zunächst angenommen“, erklärt Hammerle. Die Pfähle müssen aus diesem Grund tiefer versenkt werden als ursprünglich geplant. Die Zeitverzögerung beziffert Hammerle auf vier Wochen.

Trotzdem: Stand heute möchte der Kreis den Zeitplan einhalten. „Der Brückenneubau wird wie geplant vor Weihnachten fertig sein“, betont Silke Dräger, Leiterin des Fachdienstes Straßenbau und Verkehrssicherheit beim Kreis Pinneberg. Der Kreis drückt aufs Tempo. Auf der Baustelle muss auch am Wochenende gearbeitet werden, um die Zeitverzögerung zu kompensieren. „Dadurch werden sich die Kosten für den Brückenbau erhöhen“, betont Dräger. Statt 1,5 Millionen Euro rechnet sie nun mit Ausgaben in Höhe von 1,8    Millionen Euro. „Wir befinden uns damit aber noch innerhalb des Budgets.“

Zeit – das ist bei diesem Bauvorhaben einer der entscheidenden Faktoren. „Wir stehen beim Land und bei der Stadt Elmshorn im Wort“, sagt Dräger. Das Land hatte die geplante Sanierung der Landesstraße 75 zwischen Elmshorn und Barmstedt auf 2018 verschoben, weil der Kreis die L    75 als Umleitungsstrecke ausgewiesen hat. Im Gegenzug hat der Kreis versprochen, dass der Verkehr ab Weihnachten wieder über die Brücke fließt.

Geduld und Nerven brauchen vor allem die Elmshorner. 22  000 Fahrzeuge passierten vor dem Abriss des maroden Bauwerks die Krückaubrücke in beide Fahrtrichtungen. Ein Teil des Verkehrs quält sich während der Vollsperrung zwischen Kaltenweide und der Einmündung An der Au durchs Elmshorner Stadtgebiet. Betroffen sind vor allem die Köllner Chaussee und die Kaltenweide. Elmshorn atmet auf, wenn der Kreis seinen Zeitplan hält.

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erstellt am 08.Jul.2017 | 17:22 Uhr

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