Brückenabriss: Jetzt droht Verkehrschaos

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Vollsperrung Bis Dezember geht auf der Wittenberger Straße nichts mehr

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22. März 2017, 16:44 Uhr

Es ist nur eine kleine Brücke über die Krückau. Doch sie könnte dafür sorgen, dass in der Stadt Elmshorn und dem Umland in den kommenden Wochen und Monaten das Verkehrschaos ausbricht. Die einsturzgefährdete Brücke wird ab dem 3. April abgerissen. Das teilte gestern die Pinneberger Kreisverwaltung mit. Die Wittenberger Straße – Kreisstraße 23 – ist eine der Hauptverkehrsadern im nördlichen Kreis Pinneberg. Sie wird für Autos, Radfahrer und Fußgänger zwischen der Kreuzung Kaltenweide in Elmshorn und der Straße an der Au voll gesperrt.

Bisher mussten sich nur die 2000 Lastwagen neue Wege suchen, die täglich über das 1953 errichtete Bauwerk ratterten. Denn schon seit Dezember 2016 war die marode Brücke für die Brummis gesperrt. Ab April kommen jetzt noch einmal bis zu 20  000 Autos hinzu, die über die Umleitungsstrecken geführt werden. Ausweichrouten sind die Landesstraße 75 in Richtung Barmstedt. Die Landesstraße 110 in Richtung Bevern, die Kreisstraße 10, die A  23 – und das Elmshorner Stadtgebiet. Hier fürchten die Verantwortlichen vor allem in den Straßen Kaltenweide und Köllner Chaussee eine erhebliche Zunahme des Verkehrs.

Die Stadt bereitet sich auf mögliche Blechlawinen vor, die sich durch das Stadtgebiet quälen. An neuralgischen Kreuzungen werden die Ampeln so umgestellt, dass mehr Verkehr abfließen kann.

Der Neubau der Brücke wird zirka 1,5 Millionen Euro kosten – und wird für den Kreis Pinneberg zum Wettlauf gegen die Zeit. Er hat gegenüber dem Land zugesagt, dass die neue Krückauquerung bis Ende des Jahres steht. Nur unter dieser Voraussetzung war das Land bereit gewesen, die Sanierung der Landesstraße 75 in Richtung Barmstedt zu verschieben, da sie als Umleitungsstrecke während des Brückenneubaus dient. „Wir sind bisher voll im Zeitplan. Im Dezember 2017 wird die neue Brücke stehen und die Straßensperrung kann aufgehoben werden, sofern nichts Unvorhergesehenes passiert“, sagte gestern Kreissprecher Oliver Carstens. Er hofft, dass der ganz große Verkehrsinfarkt ausbleibt.

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