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Brücke für Lkw gesperrt: Elmshorn droht das Chaos

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Einsturzgefahr Kreis muss sofort handeln / Kosten für Neubau liegen bei 1,5 Millionen Euro

shz.de von
erstellt am 17.Dez.2016 | 16:55 Uhr

2600 Lastwagen fahren jeden Tag über die kleine Krückaubrücke an der Wittenberger Straße bei Elmshorn, der K  23. Damit ist es vorbei. Der Kreis sperrt das 63    Jahre alte Bauwerk ab Donnerstag, 22. Dezember – und zwar auf unbestimmte Zeit. Grund: akute Einsturzgefahr, wenn zwei Lastwagen gleichzeitig über die altersschwache Brücke rumpeln. Fahrzeuge unter 7,5 Tonnen Gewicht können die Brücke weiter nutzen, allerdings werden die Fahrbahnen auf 2,10 Meter verengt, das Tempo auf 30 Stundenkilometer reduziert. Der Verkehr wird umgeleitet. „Wir mussten schnell handeln“, betonte gestern Landrat Oliver Stolz.

Die Brücke, das Nadelöhr für Monate dicht: Der Verkehrskollaps droht – und mittendrin die größte Stadt im Kreis Pinneberg – Elmshorn. „Die Lastwagen werden sich andere Wege suchen, durch die Stadt fahren“, glaubt Bürgermeister Volker Hatje. Da die Stadt im kommenden Jahr mit der Sanierung der Hamburger Straße beginnt und damit auch die zweite Hauptverbindung zur Autobahn 23 nur eingeschränkt nutzbar ist, fürchtet Hatje, dass „hier alles kollabiert.“ Die K  23 ist eine Hauptverkehrsader für die Stadt Elmshorn.

Seit Dezember 2015 steht fest, dass die Brücke erneuert werden muss. Bei Überprüfungen war festgestellt worden, dass am Spannstahl unkontrollierbare Risse auftreten können. „Brücken könnten dadurch ohne Vorankündigung einstürzen“, betonte Alfred Rüßel vom Hamburger Ingenieurbüro Arndt-IDC. Die eingeleiteten Maßnahmen – Temporeduzierung und 50 Meter Abstand für Lastwagen – reichen nicht mehr aus. Denn eine aktuelle Verkehrszählung hatte eine Zunahme der Belastung um bis zu 30 Prozent ergeben. Die Brücke über die Krückau soll so schnell wie möglich neu gebaut werden. Kosten: 1,5 Millionen Euro.

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