Breitband für drei weitere Dörfer

Viele ländliche Gemeinden warten auf den Ausbau des Glasfasernetzes.
Viele ländliche Gemeinden warten auf den Ausbau des Glasfasernetzes.

Zweckverband Breitband Marsch und Geest informiert in Ellerhoop, Kölln-Reisiek und Seeth-Ekholt über schnelles Internet

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17. Mai 2019, 14:19 Uhr

Kölln-Reisiek/Ellerhoop | Vielerorts wird seit einiger Zeit vermehrt daran gearbeitet, auch die letzten blinden Flecken hinsichtlich schneller Leitungen auf der Landkarte zu beseitigen. Als unterversorgt gelten Adressen, bei denen eine Übertragungsrate von weniger als 30 MBit/s vorherrscht. Der Zweckverband Breitband Marsch und Geest (ZBMG) macht diese Versorgung jetzt auch für die Gemeinde Kölln-Reisiek und weitere Bereiche in Ellerhoop und Seeth-Ekholt möglich.

Der ZBMG besteht aus einem Zusammenschluss von 18 Gemeinden – darunter auch Ellerhoop und Kölln-Reisiek – und hat die Aufgabe, die Breitbandversorgung im Gebiet seiner Mitglieder flächendeckend sicherzustellen, zu fördern und dauerhaft zu sichern. Hierzu gehört unter Beachtung der jeweils geltenden rechtlichen Rahmenbedingungen die Schaffung, Unterhaltung, Instandhaltung und Wartung des passiven und aktiven Netzes, sowie der passiven und aktiven Infrastrukturmaßnahmen für eine flächendeckende Breitbandversorgung im Verbandsgebiet. Zu diesem Zweck kann der Zweckverband in eigene Infrastruktur investieren.

Der Zweckverband hat weiterhin die Aufgabe, die Realisierung des Breitbandnetzes zu überwachen und zu steuern. Insgesamt werden mit der Förderung 2700 der 10 000 Haushalte im Verbandsgebiet erreicht. In einem ersten Schritt nutzt der ZBMG Fördermittel von Bund und Land.

Unter anderem in Kölln-Reisiek laufen die Planungen derzeit auf Hochtouren: „Der Vorteil bei der Mitgliedschaft der Gemeinde im Zweckverband ist, dass wir von den bisher weißen Flecken jeden bis in den letzten Winkel anschließen können“, sagt Kerstin Frings-Kippenberg (SPD), Bürgermeisterin. Angedacht ist die Erschließung östlich der Schule und für Teile der Köllner Chaussee. Doch damit der Ausbau überhaupt starten kann, muss eine Anschlussquote von mindestens 50 Prozent erreicht werden. Sonst wird der Anbieter Wilhelm.tel GmbH aus Norderstedt keinen Spatenstich tun. „Der Ausbau kann nur gelingen, wenn eine möglichst hohe Akzeptanz und somit Anzahl an Anschlüssen erreicht wird“, sagt Verbandsvorsteher Jürgen Neumann. Alle, die sich jetzt für einen Anschluss entscheiden und mit der GmbH einen Vertrag abschließen, erhalten den Anschluss kostenfrei. Der potenzielle Versorger ist bereits im gesamten Verbandsgebiet aktiv. Bis zum 1. August müssen sich die Haushalte entschieden haben.

Haushalte, die als versorgt gelten, sprich bei denen die Versorgung bei mehr als 30 Mbit/Sekunde, können durch dieses Projekt nicht gefördert werden und erhalten keinen Glasfaseranschluss. „Diese Haushalte werden anderweitig von uns kontaktiert und informiert“, sagt der Verbandsvorsteher. Das Glasfasernetz wird direkt mit Anschlüssen bis in die Häuser versehen – ein Haus benötigt ab diesem Zeitpunkt nur noch einen Anschluss für die gesamte Kommunikation. Um Fragen der betroffenen Bürger zu klären, werden Infoveranstaltungen in Kölln-Reisiek stattfinden (siehe Info-Kasten). Zudem wird auch in den Gemeinden Seeth-Ekholt und Ellerhoop die Befragung und Information rund um den Glasfaserausbau gestartet.

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