A 23-Abfahrt : Bokholt lehnt Pläne ab

Die Fremdenverkehrsstrategie des Landes gehe auf, so Reinhard Meyer.
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Die Fremdenverkehrsstrategie des Landes gehe auf, so Reinhard Meyer.

Verkehr: Elmshorns Bürgermeister sieht Bedarf.

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04. Februar 2017, 16:34 Uhr

Elmlshorn | Die Gemeinde Bokholt-Hanredder lehnt die Idee einer A23-Abfahrt im Ort ab. „Wir wollen das nicht“, betonten Bürgermeister Wolfgang Mohr (CDU) und die stellvertretende Bürgermeisterin Katrin Weihrauch-Lenz (FWG) im Gemeinderat. Die Gemeinde fürchte vor allem einen starken Anstieg des Durchgangsverkehrs, so Mohr. Die Landesstraße 75, die von Barmstedt nach Elmshorn quer durch den Ort führt, werde durch eine weitere Anschlussstelle zwischen den bestehenden Abfahrten Elmshorn und Horst/Elmshorn zum Autobahnzubringer.

Ein zweiter Autobahnanschluss für Elmshorn: Wie berichtet, hatten die Christdemokraten aus Elmshorn und Barmstedt die alte Diskussion neu entfacht. Doch laut Landesverkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) ist ein solches Vorhaben „in Kiel zurzeit kein Thema“. Für neue Abfahrten sei eine enge Abstimmung mit dem Bund nötig. „Der Bund entscheidet bei diesem Thema sehr restriktiv“, betonte der Minister. Fakt ist: Ohne die Genehmigung des Bundes geht nichts. Den Antrag zum Bau einer zusätzlichen Abfahrt müsste das Land stellen und begründen.

Elmshorns Bürgermeister Volker Hatje ist der Überzeugung, dass die Stadt einen zweiten Autobahnzubringer aufgrund der baulichen und verkehrlichen Entwicklung „dringend benötigt“. An die Realisierung einer neuen Abfahrt glaubt er aber nicht. „Das ist eher utopisch.“ Alternativ schlägt er den seit Jahren geplanten Ausbau des Grenzweges von Horst nach Elmshorn vor. „Das wäre ein zweiter Bypass für Elmshorn.“ Auch Elmshorns Politik ist skeptisch. Die Stadt Barmstedt unterstützt die Autobahn-Idee. Seite 4

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