Budnikowsky : Bleibt die Filiale in der Kö?

Noch ist unklar, ob der Betrieb in der Königstraße 47 auch nach Eröffnung der neuen Filiale im ehemaligen Hertie-Haus weiterlaufen wird.  Foto: KOCH (2)
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Noch ist unklar, ob der Betrieb in der Königstraße 47 auch nach Eröffnung der neuen Filiale im ehemaligen Hertie-Haus weiterlaufen wird. Foto: KOCH (2)

Montag entscheidet sich, ob es zwei Budnikowsky-Filialen in Elmshorn geben wird. Deichmann-Nachmieter verhandelt noch mit der Stadt.

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23. März 2013, 10:05 Uhr

Elmshorn | Wenn im Mai das ehemalige Hertie-Haus wiedereröffnet wird, sollen auch die Einzelhandelsketten Deichmann und Budnikowsky zu den neuen Mietern gehören. Viele Bürger und Politiker fürchteten einen Leerstand der bisherigen Filialen in der Königstraße - so wie es den ehemaligen Schlecker-Märkten in Elmshorn ergangen ist. Doch nun kommt Bewegung in die Sache: Im Falle des Drogerie-Markts Budnikowsky soll am Montag die Entscheidung fallen, ob die Filiale in der Kö weiterbetrieben wird. In der jetzigen Deichmann-Filiale verhandelt die Stadt bereits mit einem potenziellen Nachmieter. Nach Information dieser Zeitung soll es sich um die Lübecker Konditorei Junge handeln, die im Norden 160 Filialen mit 2700 Mitarbeitern betreibt.

Laut Aussagen von Stadtrat Volker Hatje hieß es aus Unternehmens-Kreisen des Drogeristen vor etwa einem Jahr noch, dass man eine zusätzliche Filiale schaffen wolle. "Ich gehe davon aus, dass dies auch so bleibt", sagt Hatje. Doch intern hat sich das Hamburger Unternehmen bis heute noch nicht zu einer Entscheidung durchringen können. "Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen", betont Unternehmens-Sprecherin Wiebke Spannuth. Am kommenden Montag wolle sich die Geschäftsführung zusammensetzen und die Wirtschaftlichkeit von zwei Filialen prüfen.

Schon entschieden ist dagegen bereits seit längerem, dass Deichmann die Königstraße verlässt und im ehemaligen Hertie-Haus am Alten Markt ein neues zuhause finden wird. Nach Informationen dieser Zeitung verhandelt die Stadt derzeit mit der Lübecker Konditorei Junge, die in Hamburg das Unternehmen unter dem Namen Hansebäcker Junge firmiert. Sprecher Gerd Hofrichter wollte auf Anfrage Verhandlungen mit der Stadt weder bestätigen noch dementieren. "Elmshorn wäre durchaus ein attraktiver Standort für uns", ließ er durchblicken. Thomas Becken, Wirtschaftsförderer der Stadt Elmshorn, hält sich noch bedeckt: "Es gibt Interessenten, aber noch keine Einigung", so Becken. Wie diese Zeitung erfahren hat, gibt es derzeit noch Meinungsverschiedenheiten zwischen Stadt und dem möglichen Mieter, was den Außenbereich angeht: Während die Konditorei 36 Stellplätze für Sitzmöglichkeiten fordert, will die Stadt nur 20 gewähren. Eine Einigung ist derzeit noch nicht in Sicht.

"Uns ist wichtig, dass da nicht irgendwas reinkommt, sondern etwas, das auch qualitativ zur Königstraße passt", so Becken. Die Stadt versuche schon seit längerem die Hausbesitzer in der Königstraße davon zu überzeugen, langfristige Mieter zu gewinnen. "Das ist aber ein langer Weg", betont Becken.

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