Black Way Open Air: Droht nun das Aus?

'Darf nicht das letzte Mal gewesen sein':  Nicola, Daniel, Anna und Katrin ('Chaosane' und 'Divide').  Foto: Hinz
"Darf nicht das letzte Mal gewesen sein": Nicola, Daniel, Anna und Katrin ("Chaosane" und "Divide"). Foto: Hinz

Nach sieben Jahren: Festival-Gelände steht nicht mehr zur Verfügung

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15. Juli 2013, 12:00 Uhr

Neuendorf | War es das jetzt? Das kleine Black Way Open Air in Neuendorf, in den vergangenen Jahren bei einer immer größeren Fangemeinde beliebt, stieg am Wochenende zum siebten Mal. Es könnte das letzte Mal gewesen sein, denn das Gelände steht den Ausrichtern im kommenden Jahr nicht mehr zur Verfügung. Obwohl so strukturiert veranstaltet wie nie zuvor, kamen auf das Gelände am Lühnhüserdeich/Kuhle in Neuendorf dieses Mal mit knapp 400 Gästen einige Besucher weniger als im vergangenen Jahr, was die Veranstalter ratlos und enttäuscht zurück ließ. Obwohl selbst das Wetter mitspielte, der Campingplatz so gefüllt war wie selten zuvor und mit "Sawthis" aus Italien sogar die erste internationale Band dabei war, ließen sich vor allem am zweiten Tag, dem eigentlichen Haupttag, nur sehr wenige Metal-Fans vor der Bühne blicken.

Die Veranstalter hatten zwar mit 14 Bands wieder ein ausgewogenes Metal-Line up auf die Beine gestellt, das verschiedene Stilrichtungen bot, allerdings fehlte nach der in Szenekreisen sehr beliebten Mittelalter-Rock-Band "Vogelfrey" am ersten Abend der richtige Headliner mit großem Namen am zweiten Tag.

Eröffnet von "Sinride" aus Hamburg, gefolgt von "One Must Fall" - ebenfalls aus Hamburg - komplettierten die Formationen "Aaron Hellvis" aus Eutin und "My Tide" aus Hamburg den ersten, mit etwa 300 Fans noch gut besuchten Abend. Auch am zweiten waren durchaus einige Bands mit Potenzial zu hören - "Sawthis" aus Italien beispielsweise mit Thrash-Metal in südländischem Flair, und die "Guns Of Moropolis" aus dem Schwabenland ließen sicherlich aufhorchen, nur hatten diese ebenso wenig die Anziehungskraft wie der Headliner "Diesbelief" aus Hessen mit seinem soliden Death-Metal. "Defeated Sanity" stellten zum Abschluss mit Progressive Brutal Death Metal ihr neues Album vor. Außerdem waren "Chaosane" aus Kiel, "Dorrn" aus "Frost" aus Elmshorn und "Hypnotic" aus Husum zu hören. Die Musiker lobten allesamt die gute Organisation. So sagte Bassist Gaetano Ettore von der Band "Sawthis", die aus Pescara 16 Stunden lang anreiste: "Wir sind sehr gut behandelt worden." Und Lead Gitarrist Janos Murri ergänzte: "Es war uns wichtig, junges Publikum vor die Bühne zu ziehen, und das ist uns auch gelungen."

Für den Spaß zwischendurch sorgte Axt- und Speerwerfen bei den Wikingern von "Norvik". Sarah Zachariasen, Morten Bauer und Tristan Engelen führten die Besucher in die Jagdkünste des frühen Mittelalters ein. "Wir hören selber gerne Metal", erzählte Sarah. "Und mit Bier als Zielwasser geht es noch besser." So konnte Meike Eisenmenger nur den aktuellen Stand verkünden: "Da wir bisher noch kein Ersatzgelände gefunden haben, ist es zum jetzigen Zeitpunkt unsicher, ob wir das BWOA 2014 noch einmal veranstalten können", sagte sie, fügte aber hinzu: "Wir arbeiten dran."

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