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Elmshorner Nachrichten

24. November 2017 | 18:02 Uhr

Bilderbuchstart in Jubiläumssaison

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Kronsnest Deutschlands kleinste handbetriebene Fähre geht in ihr 25. Sommerhalbjahr / Eröffnung mit Gottesdienst

shz.de von
erstellt am 02.Mai.2017 | 17:07 Uhr

Es war ein Saisonstart wie aus dem Bilderbuch. Als am gestrigen Montag der Ufergottesdienst an der Fähre Kronsnest begann, strahlte die Sonne vom Himmel und inmitten der malerischen Landschaft durften sich Propst Thomas Bergemann und Pastor Frank Petrusch über viele Gäste freuen. Mindestens ebenso froh waren Petra Sommer und ihre Team vom Fährverein. Schließlich war der Saisonstartschuss 2017 ein ganz besonderes Ereignis. Deutschlands kleinste handbetriebene Fähre geht in ihr 25. Sommerhalbjahr. Ein echtes Jubiläum also, das entsprechend gefeiert werden soll.

Petra Sommer ging in ihrer kurzen Eröffnungsrede auf die Historie der Fähe und deren „Gründungsmutter“ Herta Harmjanz ein. Außerdem wies sie auf die anstehenden „tollen Aktionstage“ hin. Doch auch die Sorgen der „Fährmacher“ erwähnte sie: „Ist die Fähre rechtzeitig fertig? Ist das Sööte Eck gereinigt? Und haben wir ein Thema für den Stöpenkieker?“ Das diesjährige Thema im kleinen Fährmuseum ergab sich allerdings fast von selbst. Im Stöpenkieker kann noch bis Anfang Oktober der langen Geschichte der Fähre nachgespürt werden.


Bis zu 7000 Personen nutzen die Fähre


Kurz nach 10 Uhr wurde die neue Fährsaison offiziell mit dem traditionellen Spruch „Fährmann, hol över“ eingeläutet. Als sich die ersten Besucher über die Krückau setzen ließen, startete zeitgleich das Rahmenprogramm. Mit dabei waren unter anderem die Feuerwehrkapelle Seestermühe, die King Street Jazzmen und „Rock on Wood“, die musikalisch für Stimmung sorgten. Und wie gewohnt konnte an diversen Verkaufsständen nach Obst, Handarbeitsartikeln, Käse und vielem mehr gestöbert werden.

Der Geschichte der Fähre widmete unsere Zeitung jüngst zwei Sonderseiten. Aus dem Jahr 1576 stammt die erste belegbare urkundliche Erwähnung. Über viele Jahrhunderte war die Fähre ein wichtiges Verkehrsmittel in der Marsch. Handel und Landwirtschaft erblühten, und die Menschen an beiden Uferseiten kamen miteinander in Kontakt. Doch die Fährtradition schlief in den 1960er Jahren ein, weil die Menschen statt per pedes lieber mit dem Auto unterwegs waren. 1968 wurde der Fährverkehr gänzlich eigestellt, eher 1992 der Fährverein gegründet und der Neustart eingeleitet wurde.

Jährlich nutzen seither zwischen 6000 und 7000 Personen den hölzernen Fährkahn namens „Hol Över“, um sich über die Krückau setzen zu lassen.

Inzwischen kann der Fährverein auf eine Erfolgsgeschichte zurückblicken, die nun schon ein Vierteljahrhundert andauert. Wohl auch, weil wie Marsch entlang der Kückau von vielen Menschen als Ort der Ruhe und Erholung wiederentdeckt wurde. Und so nutzen vor allem Radler an den Wochenenden die kleine Fähre, um sich von einem Ufer ans andere wriggen zu lassen. Geöffnet hat die Fähre Kronsnest bis zum 3. Oktober. Die Betriebszeiten: sonnabends von 12    bis 18    Uhr und sonn- und feiertags von 10.30 bis 18    Uhr.


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