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Bildung für jeden Lebensbereich : Bilanz der Volkshochschule Elmshorn

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Täglich 610 Besucher, 18.207 Unterrichtsstunden und Engagement für Flüchtlinge - das war das Jahr 2015.

shz.de von
erstellt am 31.Mär.2016 | 12:30 Uhr

Elmshorn | Größeres Angebot, mehr Unterrichtsstunden, intensives Training für Migranten und Flüchtlinge: Das charakterisiert die Arbeit der Elmshorner Volkshochschule (VHS) an der Bismarckstraße im vergangenen Jahr. In ihrer Bilanz verweist VHS-Leiterin Karen Wurr-Feldmann auch auf Steigerungsraten im Bildungsbereich und den guten Start der Zusammenarbeit mit der Anne-Frank-Gemeinschaftsschule. „Wir haben ein sehr intensives Jahr hinter uns“, so Wurr-Feldmann.

Insgesamt haben die 200 Dozenten der Volkshochschule im vergangenen Jahr 18.207 Unterrichtsstunden gegeben, 2014 waren es 17.991 Stunden. Die VHS hatte 648 Kurse im Angebot. Im Schnitt haben täglich 610 Teilnehmer die VHS besucht (2014 waren es täglich 580).

Die Bereiche Gesundheit (29 Prozent) und Sprachen (28 Prozent) hatten den größten Anteil am Gesamtprogramm. Es folgten Arbeit und Beruf mit 17 Prozent und Kultur mit 12 Prozent. „Zuwachs im Vergleich zu 2014 hatten wir vor allem im Gesundheitsbereich und beim Bildungsurlaub. Da sind wir sogar führend im Kreis Pinneberg“, sagt Karen Wurr-Feldmann.

Die Elmshorner VHS hat im vergangenen Jahr 512.000 Euro an Teilnehmergebühren eingenommen. Die Stadt bezuschusste die Einrichtung mit 349.000 Euro. Vom Land gab es 50.000 Euro und vom Kreis Pinneberg 12.500 Euro. „Damit können wir gut haushalten und einen tollen Mix an Kursen anbieten. Die Professionalisierung hat bei uns erheblich zugenommen. Wir verbessern die Qualität unseres Programms ständig“, sagt VHS-Chefin Wurr-Feldmann.

Für sie und ihr Team war im vergangenen Jahr die Arbeit mit Flüchtlinge und Migranten eine der großen Herausforderungen. Das lässt sich an der Entwicklung bei den Sprachkursen nachvollziehen. 32 Prozent der Sprachkurse deckten den Bereich „Deutsch als Zweitsprache“ ab (5 Prozent mehr als 2014). Die berufsbezogene Sprachförderung für Migranten machte weitere 17 Prozent der Sprachkurse aus. „Wir haben auch vielen Asylsuchenden Grundkenntnisse in der deutschen Sprache vermittelt“, so Karen Wurr-Feldmann.

Spezielle Ausbildungen sind gefragt

Die VHS-Chefin sieht ihre Einrichtung zunehmend stark im Bereich Arbeit und Beruf engagiert. Speziell die betriebswirtschaftliche und kaufmännische Weiterbildung sei gefragt. Computerkurse waren bei den Besuchern ebenfalls beliebt. Ansprechpartner für viele Menschen war die VHS Elmshorn im Jahr 2015 beim Thema Gesundheit. Präventionskurse und Angebote, wie zum Beispiel der Herztag, gehörten zum Programm. Karen Wurr-Feldmann: „Die Volkshochschule unterstützt Lernprozesse, die bewusstes, kompetentes und autonomes Gesundheitshandeln fördern.“

Vom Engagement der VHS profitieren auch Elmshorner Schüler. Die Volkshochschule hatte Mitte 2015 die Ganztags- und Betreuungsangebote an der Anne-Frank-Gemeinschaftsschule übernommen. 15 Kurse wurden im vergangenen Halbjahr angeboten. Unter anderem die Forscher AG, die Schulband oder elektronische Spielideen. Für die Zukunft sieht Karen Wurr-Feldmann ihre VHS immer mehr als Ort der Begegnung. Das Programm müsse den „veränderten gesellschaftlichen Bedarfen“ angepasst werden. Ziel müsse es sein, Bildung für alle zu sichern und das zu sozial verträglichen Konditionen. Dies sei allerdings nicht ohne den Zuschuss der Kommune zu leisten.

Die VHS Elmshorn will weiterhin verstärkt jüngere Menschen ansprechen. Zum Beispiel in den Bereichen Übergangshilfen für Schule und Beruf sowie Nachholen der Mittleren Reife. Die Volkshochschule möchte darüber hinaus die Kooperation mit Unternehmen intensivieren, und zwar in den Bereichen EDV-Anwendungen, Gesundheitsförderung und fachbezogener Sprachvermittlung. Wichtig ist Karen Wurr-Feldmann auch die Förderung der Integration in ihrem Haus. Das Angebot an Deutschkursen soll fortgeführt werden und die VHS wird sich an der Umsetzung des Integrationskonzeptes der Stadt Elmshorn beteiligen. Das Fazit der Elmshorner VHS-Leiterin: „Wir erreichen die Menschen, aber es ist für uns wichtig, dass wir uns um den Nachwuchs zu kümmern. Dabei wird vor allem das digitale Lernen ein wachsender Markt sein. Da müssen wir uns etablieren, wenn wir vorn bleiben wollen.“

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