Bewegung trotz Behinderung

Vereinsvorstand Uwe Altemeier (l.) und Barbara Hofmann, Leiterin des Vie Vitale-Fitnessstudios, bringen am Stand des EMTV die Besucher beim Trommeln in Schwung.
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Vereinsvorstand Uwe Altemeier (l.) und Barbara Hofmann, Leiterin des Vie Vitale-Fitnessstudios, bringen am Stand des EMTV die Besucher beim Trommeln in Schwung.

Mobilitätstag „Rollator und mehr“ auf dem Buttermarkt/ Viele Tipps für den Alltag

shz.de von
22. Juni 2018, 16:00 Uhr

Menschen im Rollstuhl, mit Rollatoren oder Gehbehinderungen – sie sollen sich im Alltag besser zurechtfinden. Das ist das Ziel, das der Seniorenrat der Stadt Elmshorn mit seinem jährlichen Mobilitätstag „Rollator und mehr“ verfolgt. Gestern waren sieben Aussteller und Anbieter auf dem Buttermarkt dabei – vom Sportverein bis zum Busunternehmen.

Am Stand des EMTV durften die Besucher so richtig auf die Pauke hauen. Barbara Hofmann, Leiterin des Vie Vitale-Fitnessstudios hatte spezielle Trommeln aufgebaut, die mit Stöcken zum Evergreen „I feel good“ rhythmisch bearbeitet werden sollten. „ Ob im Rollstuhl oder mit Rollator, jeder kann mitmachen. Es macht Spaß und die Teilnehmer geraten in Bewegung“, sagte Barbara Hofmann.

Alle Stände waren gut besucht und Klaus Lindemann vom Seniorenrat zeigte sich zufrieden: „Der Mobilitätstag wird wieder gut angenommen“, sagte er. Der Seniorenrat selbst war mit seiner „Ideenwerkstatt“ vertreten. Viele Besucher machten Vorschläge zur Verbesserung der Situation von Rollstuhl- und Rollatorbenutzern in öffentlichen Bereichen. Ein Hauptthema: Die Reduzierung von Unfallgefahren auf Straßen und Gehwegen. Der Seniorenrat sammelte die Ideen und will sie an Politik und Verwaltung weitergeben.

Wie gehbehinderte Menschen am Besten den Bus nutzen, zeigte die Kreisverkehrsgesellschaft in Pinneberg (KVIP). Sie hatte einen Linienbus mit Rampe aufgebaut. Mitarbeiter informierten die Besucher über technische Ausstattung und Verhaltensregeln. Wer mochte, durfte die Rampe ausprobieren.

Wie schwierig es manchmal für Rollatorfahrer ist, sich auf öffentlichen Wegen zurechtzufinden, erlebten die Besucher auf dem Hindernissparcours des Flora-Gesundheitszentrums. Am Stand der Bahnhofsmission stellten sich die Mitarbeiter vor, die beim Ein-, Aus- und Umsteigen auf den Bahngleisen helfen.

Wer sich im Straßenverkehr als Autofahrer unsicher fühlt oder länger nicht gefahren ist, bekam Tipps von der Fahrschule Isidrive und Mitarbeiter der Seniorenresidenz Ermisch gaben Ratschläge zum Thema Mobilität.

Klaus Lindemann: „Unser Ziel war es, am Mobilitätstag Menschen mit Einschränkungen in Bewegung zu bringen, das ist gelungen.“




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