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Rasanter Anstieg seit 2011 : Betriebskosten steigen: Kita-Plätze werden immer teurer für Elmshorn

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Elmshorn muss Betriebskostenzuschüsse an die Träger der 22 Kindertagesstätten zahlen.

shz.de von
erstellt am 11.Okt.2017 | 14:00 Uhr

Elmshorn | Die gute Nachricht für alle Familien: Die Stadt Elmshorn schafft immer mehr Betreuungsplätze. Die schlechte Nachricht: Dadurch entstehen der Stadt immer höhere Kosten. Elmshorn muss Betriebskostenzuschüsse an die Träger der 22 Kindertagesstätten zahlen. Für das Jahr 2018 rechnet die Stadt dabei mit Ausgaben in Höhe von 7,95 Millionen Euro. Rekord.

Zum Vergleich: 2015 kam die Stadt noch mit sechs Millionen Euro aus. Seit 2011 (4,5 Millionen Euro) sind die Ausgaben für die Kita-Betriebskosten kontinuierlich gestiegen. Und je mehr Kita-Plätze Elmshorn in den kommenden Jahren schafft, umso höher fällt die finanzielle Belastung aus. Ein Teufelskreis, aus dem es scheinbar kein Entrinnen gibt. 2018 werden 130 zusätzliche Betreuungsplätze für Jungen und Mädchen im Alter zwischen null und sechs Jahren entstehen. Mehrkosten für Elmshorn: 500.000 Euro.

Es geht vor allem um die Kosten fürs Personal, die mit 80 Prozent der gesamten Betriebskosten zu Buche schlagen. Eine Lohnerhöhung um 2,5 Prozent bedeutet für die Stadt zusätzliche Ausgaben in Höhe von 300.000 Euro jährlich.

Elmshorn steckt in der Kita-Kostenfalle. Denn die steigenden Ausgaben gehen einher mit stagnierenden beziehungsweise sogar rückläufigen Einnahmen. Hilfe erhofft sich die Stadt vom Land Schleswig-Holstein. Jahrelang war die Förderung auf 70 Millionen Euro gedeckelt – dieses Jahr wurde sie auf 80 Millionen Euro angehoben. Das Geld wird auf die Kreise verteilt, die es direkt an die Kita-Träger weiterleiten sollen. Doch gerade in diesem Punkt gab es in der Vergangenheit – die EN berichteten – massive Probleme. Die Abrechnung für die Jahre 2016 und 2017 wird der Kreis wohl erst Anfang 2018 liefern können. Nachzahlungen werden somit erst 2019 wirksam. Die Stadt muss finanziell – wie schon öfter – in Vorleistung treten.

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