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Bürger reden mit : Beteiligungswerkstatt zum Rathausneubau in Elmshorn

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Die Stadtverwaltung lud zur zweiten Beteiligungswerkstatt. Rund 40 Elmshorner brachten ihre Vorschläge ein. Nächster Termin im Februar.

Elmshorn | Rund 40 Elmshorner Bürger hatten sich Mittwoch auf den Weg ins städtische Rathaus gemacht. Sie wollten Ideen, Vorstellungen und Wünsche einbringen, nach denen das Nutzungskonzept für das geplante neue Rathaus erstellt werden soll. Die Stadtverwaltung hatte erneut zur Beteiligungswerkstatt eingeladen.

Nach einleitenden Worten von Stadtrat Dirk Moritz und der Vorsitzenden des Sonderausschusses Rathaus, Monika Czemper, übernahm Moderator Wulf Dau-Schmidt. Er zog eine äußerst positive Bilanz der ersten Veranstaltung zu diesem Thema, „auf der viele gute Ideen produziert worden sind“, wie er formulierte.

Nachdem die Anforderungen an ein neues Rathaus aus Nutzersicht während der ersten Werkstatt herausgearbeitet und Vorschläge unterbreitet wurden, was man vom alten mitnehmen könne und was fehle, ging es nun um das Rathaus als öffentliches Gebäude beziehungsweise dessen „Innenleben“ – und um die unmittelbare Nachbarschaft.

Dabei machten sich die Diskutanten, die sich in vier Gruppen aufteilten, Gedanken darüber, was zum Rathaus gehöre und wo es anzusiedeln sei, sowie, wo sich die Gemeinschaftszonen befänden und was dort stattfinden sollte. Dabei konnten sie markieren, bauen, basteln, schreiben, kleben und notieren und zudem die große Modellplatte nutzen und die Bauklötze bewegen.

Die zweite Runde der Gruppenarbeit befasste sich thematisch mit der Verknüpfung von Rathaus und Nachbarschaft. Die Fragen, die dazu im Raum standen, lauteten unter anderem: Was konnte im Verwaltungsgebäude nicht untergebracht werden und gelingt dies in der Nachbarschaft? Wie verhält es sich mit der Gastronomie sowie einer Rathaus-Kita? Wie könnte eine Nutzung der Freiräume im Karree, im Straßenraum, aussehen? Wenn Wohnungen gebaut werden, für wen?

Das Modell zeigt das geplante Rathaus und die unmittelbare Umgebung. (Foto: Schilling)
Das Modell zeigt das geplante Rathaus und die unmittelbare Umgebung. (Foto: Schilling)
 

„Insgesamt sind viele unterschiedliche Ideen an den Tischen herausgearbeitet worden“, erläuterte der Büroleitende Beamte Carsten Passig. „Mehrheitlich sprachen sich die Diskutanten dafür aus, die Publikumsbereiche im Erdgeschoss unterzubringen.“

Wichtig sei vielen die Durchlässigkeit des Gebäudes vom Buttermarkt her sowie die Multifunktionalität der Gemeinschaftsräume. Auch auf Offenheit legten die Werkstatt-Teilnehmer großen Wert – Offenheit beispielsweise in Bezug auf den Kollegiumssaal, der einsehbar sein müsse. Beim Blick auf die Gestaltung und Nutzung des Außenbereichs nannten die meisten die Gastronomie an erster Stelle. Nicht wenige plädierten für generationsübergreifendes Wohnen in Nachbarschaft zur Kita, die der Rahmenplan bereits vorsieht. Auch eine mögliche Erweiterung des Rathauses wurde angesprochen – wenn die Notwendigkeit dazu besteht. Kontroverse Diskussionen entbrannten um die Fragen, ob der Lagerschuppen erhalten bleiben solle und wo der Kollegiumssaal einzurichten sei – im Rathaus oder extern.

Die Anregungen aus beiden Beteiligungswerkstätten werden von der Verwaltung auf ihre Umsetzbarkeit hin überprüft, entwurfsrelevante Beiträge in den Auslobungstext für den Architektenwettbewerb übernommen. Das Auslobungstextbuch vermittelt den teilnehmenden Architekten, welche Anforderungen Verwaltung, Politik und Öffentlichkeit an das Rathaus stellen. Es ist damit die wichtigste Grundlage ihrer Ausarbeitungen. Die nächste Veranstaltung in dieser Reihe ist für Donnerstag, 11. Februar, ab 18 Uhr im Rathaus geplant.

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