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Blaulichttag in Elmshorn : Beste Werbung für die Lebensretter

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Blaulichttag lockt 10000 Besucher auf den Buttermarkt. Lebensretter nutzen Schautag als Werbung.

Elmshorn | Große Autos, ein Motorrad, eine hydraulische Schere, die einen Druck bis zu 70 Tonnen ausüben kann, schwere Geräte und viele Knöpfe: Das alles brauchen ehrenamtliche und hauptberufliche Helfer, um Menschen zu retten. Aber natürlich hat das alles auch Spielzeugcharakter. Das wurde beim Elmshorner Blaulichttag deutlich, als rund 10 000 Besucher hinter die Kulissen von Rettungsorganisationen und Polizei blickten.

Anfassen war ausdrücklich erlaubt, das nutzten vor allem die Kinder, und sie ließen keinen Zweifel daran, dass es ein tolles Gefühl ist, am Lenkrad eines Feuerwehrautos oder im Steuerstand einer Drehleiter zu sitzen. Am allerbesten ist es natürlich, das Martinshorn in Gang zu setzen, und so schallte der Alarmton gestern immer wieder über den Buttermarkt.

Die Elmshorner Feuerwehr und andere Organisationen veranstalteten den Blaulichttag zum dritten Mal. Dabei waren die DLRG, das THW, das DRK, die Rettungsdienste sowie Bundes- und Landespolizei. Allein die Elmshorner Wehr war mit 60 Aktiven vertreten, insgesamt stellten rund 200 Helfer ihre Arbeit vor, erläuterte Renée Chandony, Zugführer bei der Elmshorner Feuerwehr und einer der beiden Moderatoren des Tages.

Die Polizei führte ihre Diensthunde vor, die Feuerwehrleute löschten und befreiten Personen aus Autos, Jugendrotkreuz und Jugendwehr demonstrierten ihren Ausbildungsstand. In diesem Jahr ging die Veranstaltungsfläche erstmals über den Buttermarkt hinaus zum Hafen, dadurch bekam auch die DLRG die Möglichkeit, einen Einsatz auf dem Wasser zu zeigen. „Er steht auf alles, was Blaulicht und Krach macht“, charakterisierte Sonja Dabkowski aus Barmstedt ihren Sohn Julian. Der saß im Steuerstand der Elmshorner Drehleiter und fühlte sich da sichtlich gut. „Es ist toll, mal hinter die Kulissen zu schauen“, befand Vater Thomas.

Beim Rettungsdienst durften sich Kinder gegenseitig auf eine Trage schnallen, das THW hatte eine Füllstation für Sandsäcke aufgebaut, einen Kranwagen und eine große Pumpe, die einen dicken Wasserstrahl in die Krückau spie. Das Jugendrotkreuz war mit einer Hüpfburg gekommen, die Feuerwehr hatte ein Zelt mit einer Nebelmaschine mit undurchdringlichen Qualm gefüllt, die Polizei hatte Fahrzeuge, ein Motorrad und einen 2 CV mitgebracht, die „Pol-Ente“, mit der die Landespolizei um ein gutes Image wirbt. Natürlich nutzten alle Organisationen den Tag, um Nachwuchs zu werben. Das klappt erfahrungsgemäß auch, befand Chandony: „Nach und nach kommt der eine oder andere.“


 

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