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Praktikum im Bundestag : Berliner Luft geschnuppert

vom

Elmshornerin macht zwei Wochen Praktikum bei Ernst Dieter Rossmann im Bundestag.

shz.de von
erstellt am 10.Mai.2013 | 09:02 Uhr

Elmshorn | So spannend kann Praktikum sein: Die Elmshornerin Sophia Lehmann verbrachte zwei Wochen im Bundestag. Die Abiturientin der Bismarckschule hatte ein Stipendium der Walter-Stich-Stiftung erhalten, welches ihr das Praktikum ermöglichte.

Lehmann begleitete den SPD-Bundestagsabgeordneten Ernst Dieter Rossmann, arbeitete in seinem Büro, begleitete ihn zu Terminen und Veranstaltungen. "Von einem geregelten Alltag im Leben eines Politikers lässt sich kaum sprechen. Langweilig wird es zumindest nie. Schon der Arbeitstag beginnt mal um 7.30 Uhr, mal um 9 Uhr", berichtet die 20-Jährige. Auch die Termine seien abwechslungsreich: Sei es ein Frühstück mit der schleswig-holsteinischen Finanzministerin, ein Pressetermin oder die öffentliche Diskussion der Abgeordneten - spannend waren sie alle. "Des Öfteren verfolgte ich Reden und Abstimmungen im Plenarsaal, wie vor kurzem über die Frauenquote und die Hilfe für Zypern. Politiker wie Angela Merkel oder Guido Westerwelle dort zu sehen, war für mich auf jeden Fall etwas Besonderes", sagt die Elmshornerin. Ganz diszipliniert sind selbst Politiker wohl nicht: "Zwischendurch durchsuchen sie hektisch ihre I-Phones nach Nachrichten oder quatschen mit ihrem Nachbarn während einer Debatte, wie gewöhnliche Menschen, nur eben auf Hochtouren", sagt Lehmann. Zu Lehmanns Aufgaben gehörten auch das Schreiben einer Pressemitteilung, Recherchieren von Themen oder das Abtippen einer diktierten Rede.

Während ihres Praktikums traf sie auch auf Vertreter aus Ägypten und Tunesien. Seifeddeen Khaled Salaheddeen Fateen aus Ägypten war ebenfalls für zwei Wochen in Rossmanns Büro zu Gast. "Er ist Bildungsberater des ägyptischen Bildungsministers und interessiert sich sehr für die Strukturen und die politischen Schwerpunkte der deutschen Bildungspolitik. Auch ich konnte ihm schon viel über das Hochschulsystem, insbesondere das duale Studium, erklären", so Lehmann.

"Respekt habe ich während meines Praktikums vor der Arbeit eines Politikers allemal bekommen. Man wird durchgehend gefordert und muss immer redebereit sein, um seine Position verteidigen zu können. Der Feierabend ist oft erst nachts um eins", berichtet Lehmann. "Am Beispiel von Ernst Dieter Rossmann sehe ich aber auch, wie wichtig es ist, trotz der hohen Anforderungen menschlich zu bleiben. Er nimmt sich viel Zeit für jeden seiner Termine, sei es ein Gespräch mit einem jungen Redakteur von Spiegel Online oder eine Schulklasse, die ihn über das Leben als Politiker ausfragt", sagt Lehmann.

"Ich empfand mein Praktikum als äußerst spannend und abwechslungsreich", zieht Lehmann ihr Fazit. "Generell empfinde ich die Arbeitsatmosphäre im Bundestag als sehr positiv, was eventuell an der hohen Abwechslung und Vielseitigkeit liegt. Auch kann ich dieses Praktikum mit keinem bisherigen vergleichen, in welchen immer eine gewisse Routine im Arbeitsalltag zu finden war."

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