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Elmshorner Nachrichten

16. Dezember 2017 | 07:00 Uhr

Beratung und Betreuung mal zwei

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Der Kinderschutzbund bietet zusätzliche Termine für Kinderbetreuung und Frauenfrühstück an / Im Juni ist ein Benefizkonzert geplant

shz.de von
erstellt am 26.Feb.2016 | 17:50 Uhr

Der Besucherandrang ist groß beim Kinderschutzbund. Zum offenen Kindertreff kommen jeden Dienstag bis zu 40 Kinder und beim internationalen Frauenfrühstück nehmen viele Teilnehmerinnen aus den unterschiedlichsten Herkunftsländern teil. „Wir haben unser Angebot wegen der großen Nachfrage überarbeitet und bieten jetzt viel Zustätzliches an“, erzählt die Vorsitzende Elke-Maria Lutz.

Ab sofort gibt es nicht mehr nur einen, sondern zwei Termine für die kostenlose Kinderbetreuung: Immer dienstags und donnerstags können Kinder zwischen eineinhalb und vierzehn Jahren von 16 bis 18 Uhr im Büro in der Jürgenstraße 11 basteln und spielen. Eine Anmeldung ist ebenso wenig nötig wie für das Frauenfrühstück, das ab sofort an zwei Tagen im Monat, nämlich an jedem zweiten und jedem letzten Donnerstag im Monat von 9.30 bis 11.30 Uhr im Büro stattfindet.

Für beide Angebote hat Susanna Manjoyan die Leitung übernommen. Die studierte Grundschullehrerin kommt aus Armenien und arbeitet als Honorarkraft beim Kinderschutzbund. Zusammen mit den rund 20 Aktiven unter den 127 Vereinsmitgliedern unterstützt sie die Frauen beim Deutschlernen oder gibt Tipps zur Erziehung. Auch beim Ausfüllen von Formularen und Erledigen von Behördengängen helfen die Mitglieder und Mitarbeiter des Kinderschutzbundes die Familien. Auch mit Möbeln oder Kleidung unterstützen sie – gerade geben sie zum Beispiel Schulranzen an Bedürftige heraus.

Es nutzen auch einige Flüchtlinge die Angebote. „Im Prinzip sind unsere Angebote ideal für die Integration geeignet“, sagt Elke-Maria Lutz. „Schließlich sind sie sehr niederschwellig, kostenlos und eine Anmeldung ist nicht nötig.“ Anfängliche Sprachprobleme seien mittlerweile zum großen Teil behoben. „Wir haben festgestellt, dass jede dritte Syrerin kurdisch spricht.“ Diese Sprache verstehen einige der Frauen, die schon seit längerer Zeit zum Kinderschutzbund kommen und den Neuankömmlingen jetzt beim Deutschlernen helfen können. Vertreten sind die Sprachen Russisch, Armenisch, Türkisch, Kurdisch, Urdu, Arabisch und Farsi. „Eine Frau hat jetzt auch unsere Angebote von ihrem Mann auf arabisch übersetzen lassen“, erzählt Lutz. „Die können wir beim Willkommensteam und in den Kindergärten und Schulen auslegen.“

Weiter ausbauen würden die Vorstandsmitglieder des Kinderschutzbundes gerne das Sportangebot. Bislang holt ein Bundesfreiwilligendienstler des EMTV jeden Dienstag sieben Kinder zum Sportmachen in der Friedrich-Ebert-Schule ab. „Das ist gerade für die Jungs sehr wichtig“, erzählt Lutz. „Hier fließen regelmäßig Tränen, wenn einige Kinder nicht mit dürfen“. Um mehr Kinder mitzunehmen bräuchte der Kinderschutzbund allerdings einen zweiten Bus und einen zusätzlichen Betreuer. „Wir machen einfach ein Projekt nach dem nächsten“, sagt Lutz. „An Ideen fehlt es uns jedenfalls nicht.“

Einen Einfall hat der Kinderschutzbund schon umgesetzt. Der Sozialpädagoge Helmut Hamke organisiert zusammen mit Hartmut Deutsch vom Spendenparlament ein Benefizkonzert. Am 10. Juni soll es ab 20 Uhr eine Gospelnacht am Töverhuus in Klein Nordende geben. Unter freiem Himmel und bei Kerzenschein werden die Chöre „What’s Up“ und „Open Up Wide“ auftreten. Der Eintritt kostet 15 Euro und Karten gibt es ab sofort im Vorverkauf beim Rewe-Markt in Klein Nordende und bei der Volksbank in der Königstraße.

Die Einnahmen gehen jeweils zur Hälfte ans Spendenparlament und an den Kinderschutzbund.

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