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Elmshorner Nachrichten

11. Dezember 2017 | 12:45 Uhr

Beim Radverkehr nur Durchschnitt

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

ADFC Fahrradklimatest Note 4 für Elmshorn / In Schleswig-Holstein landet die Krückaustadt auf Rang 16 von 29

shz.de von
erstellt am 27.Mai.2017 | 16:51 Uhr

Ausreichend. So lautet Elmshorns Schulnote in puncto Radverkehr. Beim ADFC-Fahrradklima-Test 2016 kann die Krückaustadt bei den Städten in der Kategorie unter 50000 Einwohnern zwar nicht glänzen. Im Vergleich zu den anderen Städten im Kreis Pinneberg schneidet Elmshorn aber noch am besten ab (siehe extra Beitrag). 2014 stand mit der Gesamtnote von 3,9 noch die drei vor dem Komma. Diesmal haben die 119 Teilnehmer an der freiwilligen Umfrage die Situation des Radverkehrs ein bisschen negativer gesehen. Mit der 4,0 belegt Elmshorn im bundesweiten Städteranking Platz 263 von 364. In Schleswig-Holstein reicht es für Platz 16 von 29 teilnehmenden Städten.

Als besonders positiv haben die Elmshorner Radler zwei Punkte hervorgehoben: die gute Erreichbarkeit des Stadtzentrums und die Tatsache, dass viele Ziele zügig per Rad erreichbar sind. Und die Stadt scheint die richtigen Akzente zu setzen. Denn laut Umfrage wurde registriert, dass in Elmshorn in jüngster Zeit das Radfahren stärker im Fokus der Verantwortlichen stehe.

Als besonders negativ fiel auf, dass es in Elmshorn kein Angebot öffentlicher Leihfahrräder gibt, dass viele Radwege holprig und uneben sind sowie die schlechte Führung der Radfahrer an Baustellen. Die Kategorien im Einzelnen:

Komfort beim Radfahren


In dieser Kategorie schneidet Elmshorn mit Abstand am schlechtesten ab. Moniert werden zu schmale Radwege (Note 4,7), die sich oft in einem schlechten baulichen Zustand befinden. Fehlende Abstellmöglichkeiten, Baustellen, die Radfahrer zum Absteigen zwingen (Note 4,9) und die Schwierigkeit, Räder in öffentlichen Verkehrsmitteln mitzunehmen. Beim Komfort liegen die Noten zwischen 4,3 und und 4,9.

Sicherheit beim
Radfahren



Auch in dieser Kategorie haben die 119 Teilnehmer der Umfrage die aktuelle Situation in Elmshorn eher kritisch gesehen. Vor allem die hohe Zahl an Fahrraddiebstählen – Note 4,7 – stößt den Elmshornern übel auf. 452 Räder waren laut Polizeistatistik im Jahr 2016 in Elmshorn gestohlen worden. Viele Radler fühlen sich auf der Fahrbahn von anderen Verkehrsteilnehmern bedrängt. Sie beklagen zudem, dass es häufig Konflikte zwischen ihnen und Autofahrern (Note 4,1) und zu viele Hindernisse auf Radwegen und Radfahrstreifen gebe (Note 4,3).

Infrastruktur und
Radverkehrsnetz


In dieser Kategorie vergaben die Elmshorner die mit Abstand beste und die schlechteste für die Stadt. Die gute Erreichbarkeit des Stadtzentrums wurde mit der Note 2,2 belohnt. Die weiterhin fehlende Möglichkeit, sich ein Rad zu mieten, wurde mit der Note 5 bestraft. Positiv wurde angemerkt, dass man in Elmshorn zügig und schnell seine Ziele erreichen kann (Note 2,8) und die meisten Einbahnstraßen auch in Gegenrichtung befahren werden können (Note 3,3 ). Die Orientierung anhand von Radwegweisern erhielt die Note 4.

Fahrrad- und
Verkehrsklima



Elmshorn, die Stadt der kurzen Wege – und der Radfahrer: So empfinden es die Umfrageteilnehmer. Sie loben, dass Jung und Alt mit dem Zweirad unterwegs ist (Note 2,5). Radfahren in der Krückaustadt macht Spaß (Note 3,4) und man wird ernst genommen (Note 3,8). Es wird für das Radeln geworben (Note 3,6).

Stellenwert des
Radfahrens


Die Elmshorner registrieren, dass in Elmshorn in jüngster Zeit etwas fürs Radfahren getan wird (Note 3,3). Doch kritisiert werden die schlechte Abstimmung der Ampelschaltungen auf die Radler (Note 4,8), die verdreckten Radwege (Note 4,6), das Dulden von parkenden Autos auf den Radwegen (Note 4,6) und dass im Winter nicht geräumt und gestreut wird (Note 4,6).


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