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Elmshorner Nachrichten

17. Dezember 2017 | 11:30 Uhr

Elmshorn : Becker will die Lücke schließen

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Neuer Stellvertreter des Propstes offiziell ins Amt eingeführt. Dienstsitz des 48-jährigen Theologen ist Elmshorn.

shz.de von
erstellt am 08.Sep.2015 | 16:00 Uhr

Elmshorn | Noch ist seine künftige Wirkungsstätte eine Baustelle – doch Torsten Becker, der neue stellvertretende Propst des Kirchenkreises Rantzau-Münsterdorf, wird in der Kirchenstraße schon bald seinen neuen Dienstsitz beziehen können. Bis dahin ist sein Büro in der Marktpassage. Der 48-jährige Theologe bekleidet seit dem 1. September offiziell das Amt und ist Nachfolger von Christiane Melchiors, die nach Hamburg wechselte. Der für acht Jahre gewählte stellvertretende Propst wurde am Sonntagabend in Anwesenheit von Bischof Gothard Magaard von Propst Thomas Bergemann in sein Amt eingeführt.

Torsten Becker ist gebürtiger Hamburger. Dort wuchs er auf und studierte Theologie und Soziologie. Nach Beendigung der Vikariatszeit in Sasel war er als Seelsorger ein Jahr lang in der Petrikirche an der Mönkebergstraße tätig. 1998 wechselte er nach Bad Schwartau, wo er bis 2002 Ansprechpartner für kirchenkreisweite Öffentlichkeitsarbeit war. Um sich in seine journalistisch ausgerichtete Tätigkeit einzuarbeiten, bildete er sich an der Hamburger Akademie für Publizistik weiter.

2002 wechselte Thorsten Becker nach Malente. Hier war er als Gemeindepastor tätig, bis er sich für die Position des stellvertretenden Propsten im Kirchenkreis Rantzau-Münsterdorf bewarb. „Ich freue mich auf meine Arbeit in Elmshorn“, meint er. Zuerst habe er sich eine Wohnung in der Innenstadt gesucht, erzählt der geschiedene Vater zweier fast erwachsener Kinder. Nun sei er dabei, seine Predigtstätte St. Nikolai, die Kollegen und seine Aufgabenbereiche kennenzulernen. „Als ständiger pröpstlicher Stellvertreter mache ich keine reine Abwesenheitsvertretung, sondern übernehme vielmehr eigene Leitungsaufgaben. Unter anderem bin ich Vorgesetzter der kirchlichen Dienste und Werke“, erklärt er. Das schließe alle übergemeindlichen Arbeitsfelder ein, die nicht von einer lokalen Kirchengemeinde abgedeckt werden können, sprich: Frauenwerk, Ökumene und Partnerschaften, Kinder- und Jugendarbeit, Notfall- und Krankenhausseelsorge, evangelische Spiritualität, diakonische Gemeindearbeit, Kita-Fachberatung, Flüchtlingsarbeit und mehr. Als erste Aufgaben wird er sich wegen feststehender Termine mit den Themen Ökumene und Partnerschaften sowie einem Partnerkirchenbesuch mit Entsandten aus der Nordkirche kümmern. Und natürlich sei er als Stellvertreter von Propst Thomas Bergemann tätig.

Becker fühlt sich als kirchlicher Repräsentant in und für Elmshorn. „Nach dem Verlust des Propstensitzes bei der Fusion ist offenbar eine Lücke geblieben.“ Kirche solle in der Stadt und für die Stadt da sein – nicht nur binnenkirchlich vernetzt, sondern mit Blick über den Kirchturm hinaus.

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