Baumschutz: Stadt setzt auf härtere Strafen

In Elmshorn legt die Baumschutzsatzung fest, welche Bäume geschützt werden.
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In Elmshorn legt die Baumschutzsatzung fest, welche Bäume geschützt werden.

Umweltausschuss berät über neue Satzung / Vorgartenbereich soll nicht angetastet werden

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07. Februar 2018, 16:03 Uhr

Der Schutz von Bäumen: In Elmshorn nicht nur in den 1990er Jahren ein Thema, das die Emotionen hochkochen ließ. Auch im Jahr 2018 beschäftigt sich die Politik mit dem heißen Eisen Baumschutzsatzung. Tenor der überarbeiteten Satzung: Bei Verstößen sollen härtere Strafen folgen. Darüber berät der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt am Donnerstag, 15. März. Die Sitzung beginnt um 18 Uhr in der Weißen Villa an der Schulstraße.

Bäume, die laut Baumschutzsatzung geschützt sind und trotzdem der Säge zum Opfer fallen: Im Umweltausschuss kamen im November 2017 gleich mehrere Fälle auf den Tisch. Der CDU-Abgeordnete Andreas Hahn hatte eine drastische Erhöhung der Strafgelder gefordert. Jetzt liegt der neue Entwurf auf dem Tisch. Bei Fahrlässigkeit mussten die Bürger bisher 100 Euro pro Baum zahlen. Dieser Betrag soll nach Rücksprache mit dem Kreis Pinneberg auf 500 Euro angehoben werden. Zudem soll die Satzung um den Satz ergänzt, werden, dass „die Ordnungswidrigkeit mit einer Geldbuße bis zu 50 000 Euro geahndet werden kann“. Auch inhaltlich möchte die Stadt künftig mehr Einfluss ausüben. Nach der alten Satzung hatten die Bürger die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, ob sie für einen gefällten Baum eine Ersatzpflanzung oder Ersatzzahlung leisten. In Zukunft soll diese Entscheidung nur noch bei der Stadt liegen, wobei der Ersatzbaum Vorrang haben soll. Auch die Pflege von Bäumen soll deutlicher erklärt werden.

In einem wichtigen Punkt möchte die Stadt allerdings an der alten Satzung festhalten. Der bisher definierte Vorgartenbereich als geschützter Raum soll räumlich nicht erweitert werden. Das hätte eine weitreichende Verschärfung der Unterschutzstellung von Bäumen bedeutet. Dies wäre laut Stadt zwar sinnvoll, würde aber dem Sinn nach dem Bürgerentscheid aus dem Jahr 1998 widersprechen. Das letzte Wort hat aber die Politik.

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