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Elmshorner Nachrichten

15. Dezember 2017 | 15:16 Uhr

Baumarkt-Pleite: Wohin mit den Gutscheinen?

vom

shz.de von
erstellt am 15.Aug.2013 | 03:09 Uhr

Neulich, auf einer Grillparty im Nachbarort, erzählte einer der Gäste etwas, das ich kaum glauben konnte: Der Baumarkt in Elmshorn, der zwar Insolvenz angemeldet hat, aber trotzdem noch weiter verkauft, nimmt keine seiner Gutscheine mehr an.

Keine Gutscheine? Aber die sind doch so gut wie bares Geld, das Unternehmen hat es sogar schon eingestrichen vor einiger Zeit, und jetzt? Jetzt soll man dafür nichts mehr kaufen können? Der helle Wahnsinn, einfach nicht nachzuvollziehen! Immer wieder kommt es an den Kassen zu - sagen wir einmal: - ärgerlichen Auftritten, wenn der 30- oder 50-Euro-Gutschein nicht eingelöst wird. Der eine lässt den Einkauf empört an der Kasse stehen, der andere verlangt nach dem Geschäftsführer, und wieder ein anderer resig niert, zahlt seinen Einkauf bar und will sich murrend wieder zum Auto begeben. Da ruft ihn ein Verkäufer zurück und erklärt ihm, er könne sich ja in eine Gläubigerliste eintragen - und wenn nach der Abwicklung des Baumarkts dann noch etwas übrig ist, würde einem das Gutschein-Geld ausbezahlt.

Donnerwetter! In eine Gläubigerliste eintragen! Toll! Und ganz oben auf dieser Liste stehen dann die Banken und andere Großgläubiger mit ihren Riesenforderungen. Da kann man sich doch an den Fingern einer Hand ausrechnen, was da für die Gutschein-Kunden übrig bleibt: ein Scheißdreck!

Nun sind 30 oder 50 Euro für viele schon richtig viel Geld, aber was soll der Gutscheininhaber sagen, dessen vielen Freunde anlässlich eines runden Geburtstages und eines größeren Bauvorhabens gesammelt haben und ihm stolz einen Baumarkt-Gutschein in Höhe von 1000 Euro überreicht haben?

Aber vielleicht beschwingt der Bundestagswahlkampf ja die Elmshorner Kandidaten, sich für eine gerechte Lösung einzusetzen. Und die kann eigentlich nur so aussehen: Für die Gutscheine kann man einkaufen wie mit Bargeld - oder sie werden auf Wunsch prompt ausgezahlt!

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