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„Naked As We Came“ : Band aus Elmshorn startet Crowdfunding-Projekt

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Die „Band Naked As We Came“ aus Elmshorn möchte ihr erstes Album via Crowdfunding finanzieren. Kampagne startet am 5. April.

Elmshorn | Eine Band, ein Ziel: Die sechs Jungs von „Naked As We Came“ wollen ihr Debutalbum produzieren. Das Studio für die Aufnahmen steht fest. Ebenso die zehn selbstgeschriebenen Songs, die auf die Platte sollen. Jetzt fehlt nur noch das Geld. Das wollen die Hamburger, zum Teil mit Wurzeln in Elmshorn, jetzt über die Crowdfunding-Plattform „Startnext“ online zusammenbekommen.

In einem dreiminütigen Video erklärt die Band den Zuschauern, warum sie unterstützt werden möchte. Unter anderem habe es Vorteile ohne Label zu arbeiten. „Wir stehen bei niemandem unter der Fuchtel“, sagt Leadsänger Stefan Zollner. „Außerdem sind wir eine Live-Band, wir wollen nah am Publikum sein, so dass die Menschen teilnehmen können“, sagt Zollner.

Am Ostersonntag geht die Kampagne online. Dann müssen die Jungs erst einmal genügend Fan-Klicks bekommen, um für die Plattform autorisiert zu werden. Ab dem 4.  Mai geht’s dann ums Geld. Unterstützer sollen belohnt werden: „Für 20 Euro gibt es zum Beispiel die fertigen CDs nach Hause geschickt“, sagt der 25-jährige Stefan Zollner. Und wer 200 Euro springen lässt, der darf bei Zollners Geburtstagsparty dabei sein. „Was da genau ansteht, ist aber erstmal eine Überraschung“, sagt Zollner. Außerdem hauen die Jungs noch ein Fan-Paket mit Vinyls ihrer ersten EP Wooden Harvest und Band-Shirts raus. Und: einen exklusiven Auftritt im Wohnzimmer gibt es für 800 Euro.

Produziert wurde der Kampagnen-Trailer von Kameramann Frank Frese. Gefilmt hat er vor drei Wochen, als die Band ihren ersten Albumsong „Hard Work“ in den Hamburger Elevate Studios aufnahm. Den Produzenten des Studios kennen die Bandmitglieder schon länger. Vergangenes Jahr haben sie gemeinsam mit ihm ihre EP aufgenommen. Nun soll die LP folgen. Sobald die Finanzierung steht, geht es ins Studio. Das Debutalbum soll im September erscheinen. „Der Titel steht allerdings noch nicht fest“, so Stefan Zollner.

Die Ursprünge der Band reichen zurück in das Jahr 2011. Zollner und Hansjakob Wedemeyer (Gesang und Rhytmusgitarre) lebten zusammen in einer WG in Elmshorn und besuchten die Berufsschule. Bereits damals schrieben sie gemeinsam die Texte. Vor drei Jahren lernten die Elmshorner Kersten Persson kennen. Der Bassist holte dann im vergangenen Jahr Philipp Färber (Keys, Synthesizer), Felix Hagemann (Schlagzeug) und Frieder Jespers (Leadgitarre) mit ins Boot. „Mit den Dreien habe ich davor schon immer Mucke gemacht. Da haben wir uns gedacht: Warum nicht beide Bands zusammenführen“, sagt Persson über die Fusion.

Gemeinsam wandelte sich ihr Stil zu einer Mischung aus Folk und Indie-Rock. Zwei Gitarren, eine Bassgitarre, Klavier und Schlagzeug, dazu manchmal Perkussion, manchmal Banjo und immer mehrstimmige Gesänge – das vereint die sechs Musiker. Das hier Profis am Werk sind, ist nicht zu überhören. Sie alle sind um die 25 und spielen seit Kindertagen ein Instrument. Bisher traten sie unter anderem beim Reeperbahn Festival und als Vorband von „Family Of The Year“ auf.

Und wie klingt die Band? Nicht kitschig, dennoch berührend. Zuweilen erinnern die sonore Stimme des Sängers Zollner und die sanften Gitarrenklänge an die frühen Songs von Dallas Green alias City and Colour. Melodisch bedienen sich die Musiker oft klassischer Folk-Elemente, bleiben durch elektronische Einflüsse aber modern. Mit ihren Songs kreieren sie einen eigenen Stil, der ehrlich klingt. Und da ergibt sich dann auch der Name der Band: „Naked As We Came“. „Nicht nur nackt haben wir die Welt betreten, auch unsere Seiten waren noch unbeschrieben“, sagt die Band zu ihrer Namensentstehung. „Auf dass wir am Ende alles ablegen werden und wieder so nackt sind, wie wir kamen“, diese Wahrhaftigkeit sei das Ziel ihrer Musik.

Und wahrhaft überzeugend ist die Band vor allem live. Nächste Gelegenheit um das zu erleben: Ostersonntag, 5. April, zum Start der Crowdfunding-Kampagne in der Superbude St. Pauli. Beginn in der Hamburger Juliusstraße 1-7 ist um 18 Uhr. Der Eintritt ist frei. „Wir wollen bei dem Gig den Song ’Easy Love’ fürs Album live aufnehmen. Das Publikum wird also auf dem Mitschnitt zu hören sein“, sagt Zollner.

Crowdfunding leitet sich vom Englischen „crowd“  für Menge, und „funding“ für Finanzierung ab. Viele Künstler und Startup-Unternehmen versuchen damit Kapital für ihre Projekte und Geschäftsideen zu gewinnen. Online rufen die Initiatoren bei Plattformen wie startnext.de dazu auf, ihr Projekt finanziell zu unterstützen. Durch diese Art der Kapitalgewinnung kam zum  Beispiel für „Stromberg - Der Film“ eine Million Euro zusammen. Die Unterstützer wurden danach am Gewinn beteiligt. Auf www.facebook.com/nawc.band gibt es die neuesten Infos der Band genauso wie auf dem Youtube-Chanel der Musiker.
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erstellt am 04.Apr.2015 | 10:00 Uhr

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