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Elmshorner Nachrichten

12. Dezember 2017 | 17:33 Uhr

Maroder Saal : Bald wieder Kultur im Kranhaus

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Kibek-Chef Frank Sachau bezahlt Dachsanierung. Der Spielbetrieb soll im April anlaufen.

shz.de von
erstellt am 17.Feb.2017 | 12:00 Uhr

Elmshorn | Es ist eine gute Nachricht für die Kulturfreunde in der Region: Das Kranhaus an der Elmshorner Schloßstraße nimmt voraussichtlich Anfang April den Spielbetrieb wieder auf. Die beliebte Veranstaltungsstätte war am 19. Dezember 2016 wegen akuter Einsturzgefahr von der Stadt geschlossen worden. Der Bühne drohte das Aus.

Ein Gespräch im Rathaus in dieser Woche hat die Wende gebracht. Vertreter der Verwaltung, der Bauaufsicht und des Freundeskreises Knechtsche Hallen (Träger Kranhaus) haben sich zusammengesetzt, um über eine schnelle Sanierung des Gebäudes zu sprechen. Mit dabei war auch Teppich-Kibek-Chef Frank Sachau. Ihm gehören die maroden Knechtschen Hallen, die ans Kranhaus angrenzen. Ohne Sachaus Hilfe ist der bauliche Schaden nicht zu regulieren.A

Alte Mauer drohte einzustürzen

Und darum geht es: Eine alte Brandschutzmauer im Übergang von den Knechtschen Hallen zum Kranhaus drohte einzustürzen. Die Mauer steht auf dem Grundstück der Hallen und gehört Kibek-Chef Frank Sachau. An die Mauer grenzt das Dach des Kranhauses, das der Stadt gehört. Wäre die Mauer zusammengebrochen, wären auch Teile des Dachs eingestürzt. Ein kleiner Dachabschnitt auf der Seite der Knechtschen Hallen war bereits abgesunken. Die Stadt handelte und schloss das Kranhaus.

Jetzt der Umschwung. „Wir haben mit allen Beteiligten sehr konstruktive Gespräche geführt. Ich bin froh, dass wir dem Kranhaus als wichtiger Kulturstätte wieder eine Perspektive geben können“, sagte Stadtrat Dirk Moritz.

Anfang März sollen die Sanierungsarbeiten am Dachabschnitt beginnen. Die Kosten übernimmt Kibek-Chef Sachau. Er wird auch einen Statiker beauftragen, der das Gebäude genau unter die Lupe nehmen soll. Parallel dazu begleitet ein Prüfarchitekt für die Stadt die Baumaßnahmen. Dirk Moritz: „Wenn alles glatt geht , und wir bedenkenlos die Gemehmigung geben können, kann der Spielbetrieb im April wieder anlaufen.

Aufatmen bei Jens Jähne, dem Vorsitzenden des Freundeskreises Knechtsche Hallen. „Wir sind sehr erleichtert, dass alle Beteiligten an einem Strang ziehen, um das Kranhaus wieder bespielbar zu machen.“ Jähne geht davon aus, dass der Freundeskreis den Veranstaltungsbetrieb im April mit dem ersten Repair-Café des Jahres aufnehmen kann.

Ist die Sanierung des defekten Dachabschnitts abgeschlossen, kann auch der neue Nutzungsvertrag zwischen Stadt und Freundeskreis für das Kranhaus unterzeichnet werden. Der war wegen der Schließung auf Eis gelegt worden. „Den Vertrag bis 2019 wird es aber erst dann geben, wenn die Veranstaltungsstätte sicher für die Besucher ist“, so Stadtrat Moritz.

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