Bald Leben in den Knechtschen Hallen

Jens Jähne.
Jens Jähne.

Freundeskreis plant Zwischennutzung auf 4200 Quadratmetern Fläche

shz.de von
20. Juni 2018, 16:00 Uhr

Die Knechtschen Hallen an der Schlossstraße, sie sind Elmshorns prominenteste Industrieruine. Seit Jahren bemüht sich der Freundeskreis mit Jens Jähne an der Spitze um eine Belebung des weitläufigen Komplexes – mit wechselndem Erfolg. Zurzeit herrscht Stillstand: Es gibt keine Veranstaltungen. Das soll sich bald ändern. Der Freundeskreis verhandelt mit Frank Sachau, Kibek-Chef und Besitzer der Gebäude, über eine Zwischennutzung. Der Plan: Nach den Sommerferien sollen die Erdgeschosse aller drei Hallen genutzt werden – insgesamt 4200 Quadratmeter.

Für Jens Jähne steht fest: Der Bedarf ist da. Das habe die große Diskussionsrunde zum Thema „Kann Elmshorn Knechtsche Hallen?“ am 18. April gezeigt. Freundeskreis und Elmshorner Nachrichten hatten zum Gesprächsabend mit Experten ins eigens errichtete Zirkuszelt an der Berliner Straße eingeladen. Mehr als 200 Bürger kamen. Viele, vor allem junge Teilnehmer, zeigten sich begeistert und wollen die Hallen nutzen. „Wir haben in der Zwischenzeit zahlreiche Gespräche geführt, die Interessenten stehen schon in den Startlöchern“, sagt Jens Jähne.

Bald könnten in den Knechtschen Hallen ein Jugendtreff, ein Fotostudio, ein Skater-Indoorpark, Probenräume für Bands, Lagerflächen und Räume für Start-Up-Unternehmen entstehen. Platz genug ist da. „Wir können uns sogar vorstellen, gemeinsam mit der Stadt eine Zwischennutzungsagentur zu gründen, um Anfragen für freie Flächen zu beantworten“, so Jähne.

Worüber er sich besonders freut: „Wir können die Flächen kostenlos nutzen, müssen sie nur selbst herrichten.“ Keine leichte Aufgabe, die Hallen sind in schlechten Zustand. Auch das Okay der Stadt steht noch aus. Seite 3

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen