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Elmshorner Nachrichten

26. September 2017 | 09:16 Uhr

Bald keine Post mehr in der City?

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Stadtumbau Neuer Standort in Elmshorn gesucht

shz.de von
erstellt am 26.Mai.2016 | 10:41 Uhr

Die Zukunft des Elmshorner Postbank-Finanzcenters, dem auch der Postschalter angeschlossen ist, bereitet der Stadtverwaltung Kopfschmerzen. Denn im Rahmen des Stadtumbaus wird das Gebäude der Post an der Berliner Straße abgerissen, um den Buttermarkt in östlicher Richtung erweitern zu können – und noch gibt es keinen alternativen Standort.

Schon seit rund fünf Jahren ist die Verwaltung auf der Suche nach einer geeigneten Immobilie. „Wir wollen die Postbank mit dem Postschalter in der Innenstadt halten“, sagt Silke Faber, Leiterin des Amtes für Stadtentwicklung. „In den vergangenen Jahren haben wir alle zum Verkauf stehenden Immobilien in der Innenstadt angeboten.“ Aber sämtliche Vorschläge seien von Seiten der Postbank abgelehnt worden. Zuletzt habe die Stadt sogar den Kontakt zu einer Neubau-Immobilie vermittelt, bei der die Postbank bei der Gestaltung freie Hand gehabt hätte. Dazu gab es laut Faber noch keine Reaktionen von der Postbank. Erst als sich Bürgermeister Volker Hatje jetzt, wo der Zeitrahmen eng wird, persönlich an das Unternehmen gewandt hat, habe die Postbank um Fristverlängerung gebeten.

Wie Ralf Palm, Pressesprecher der Postbank, erklärt, hat auch die Postbank ein großes Interesse daran, in Zukunft in der Innenstadt mit einem Finanzcenter vertreten zu sein. „Allerdings müssen wir sehr spezifische Anforderungen an mögliche Mietobjekte stellen.“ Dazu gehöre beispielsweise die Größe, die Lage und die Möglichkeit, mit Lkw anliefern zu können. Die bisher geprüften Objekte seien für die Bedarfe des Unternehmens nicht geeignet gewesen.

Palm: „Diese Zusammenhänge sind aus externer Perspektive nur schwer nachzuvollziehen. Von daher ist es verständlich, dass der falsche Eindruck entstehen kann, die Postbank würde sämtliche Standortalternativen ablehnen.“ Das sei nicht der Fall. „Bezüglich eines Standortes stehen wir im Dialog mit der Stadt. Mit deren Vertretern ist verabredet, bis Ende Mai dazu eine konkrete Rückmeldung zu geben.“

Silke Faber ist sich sicher, bereits mit mehreren zur Verfügung gestellten Immobilien die Anforderungen der Postbank erfüllt zu haben. Im Jahr 2020 ist der Abriss der Post geplant, nach Möglichkeit bereits früher. „Die Vertragsverhandlungen und der Umzug werden noch einige Zeit in Anspruch nehmen“, sagt Faber. „Deshalb hoffen wir auf eine schnelle Einigung.“

Als Eigentümer des Postgebäudes könnte die Stadt der Postbank auch ohne alternativen Standort kündigen. Noch hoffen aber alle auf eine gütliche Einigung – so wie bei dem Postverteilerzentrum, das sich auch an der Berliner Straße befindet.

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