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Nach erneuter Störung am Mittwoch : Bahnchaos: Pendler sind genervt

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Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Wieder sorgt das Stellwerk in Elmshorn für Ärger. 40 Züge konnten nicht fahren.

Elmshorn | Bahnreisende, die bis zu zwei Stunden in ihren Zügen festsitzen. Pendler, die an den Bahnhöfen vergeblich auf ihren Zug warten. Frust pur – und das drei Tage vor Weihnachten. Ein Stellwerksausfall in Elmshorn hat gestern Morgen landesweit zu chaotischen Zuständen geführt. Zwischen 7.05 und 9.10Uhr ging auf den Verbindungen von Hamburg nach Westerland, nach Itzehoe, nach Kiel sowie nach Flensburg  auf der Schiene gar nichts mehr. „Es konnten keine Züge fahren“, sagte Bahnsprecher Egbert Meyer-Lovis. Knapp 40Züge waren betroffen.   

Grund: Im Stellwerk Elmshorn ist es laut Meyer-Lovis zu einem Totalausfall der beiden Rechnern gekommen. „Der Fehler liegt bei uns“, räumte der Bahnsprecher ein. Das Unternehmen arbeite daran, dass so etwas nicht wieder passieren kann.

Immer wieder Bahnchaos, immer wieder liegt die Ursache am Stellwerk in Elmshorn: Mitte November war es innerhalb weniger Tage zu massiven Behinderungen im Zugverkehr gekommen. Einmal sorgte dabei auch ein Rechner für Probleme. Zuvor war bei Baggerarbeiten ein Datenkabel beschädigt worden – und später kappte ein Lastwagenfahrer bei einem Unfall die Oberleitung.

„Für zwei dieser Vorfälle waren wir nicht verantwortlich“, betonte Meyer-Lovis. Das Stellwerk in Elmshorn sei nicht besonders störungsanfällig. Es sei Anfang der 1990er Jahre gebaut worden und die Technik nicht veraltet. Das sieht Karl-Peter Naumann, Sprecher des Fahrgastverbands,  ganz anders. Er hatte im November gefordert, dass Stellwerk in Elmshorn komplett zu erneuern. Die Bahn setzte  gestern – wo es möglich war – Busse als Ersatzverkehr ein. Ab 10.30Uhr normalisierte sich der Zugverkehr langsam wieder.

Es gab aber nicht nur genervte Bahnkunde. Ein Taxifahrer kritisierte, dass am Pinneberger Bahnhof gestern trotz der zahlreichen wartenden Fahrgäste die öffentlichen Toiletten wegen des Bahnhofs-Umbaus nicht zugänglich waren. „Nun stehen hier die Reisenden der Deutschen Bahn und machen ihr Geschäft entweder an den Mauern oder im Wald. Die Frauen können gar nichts machen, weil kein Baum ein Blatt trägt und eventuell einen Sichtschutz bietet“, sagte der Taxi-Unternehmer.

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erstellt am 22.Dez.2016 | 12:15 Uhr

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