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Stadtumbau in Elmshorn : Bäume sollen für 12.000 Euro umgesiedelt werden

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Vier Linden gehen auf Reisen. Die Stadt will vor 26 Jahren gepflanzte Bäume umsiedeln.

shz.de von
erstellt am 10.Apr.2015 | 10:00 Uhr

Elmshorn | An der südwestlichen Ecke des Buttermarktes soll an der Straße Vormstegen noch in diesem Jahr mit dem Bau des Pumpenhauses, auch „Haus der Technik“ genannt, begonnen werden. Außerdem soll nach den Vorgaben des Rahmenplanes davor ein weiterer Platz entstehen. Doch noch befinden sich genau dort große Bäume, die nicht ohne weiteres zu dieser Jahreszeit gefällt werden dürfen. Ein Fall von Fehlplanung? Die Elmshorner Nachrichten fragten nach.

Alles verläuft nach Plan – auch mit den nicht abgeholzten Bäumen. Sie sind bewusst – im Gegensatz zu einigen anderen – stehen gelassen worden. Und deshalb wird es in der kommenden Woche eine nicht alltägliche Aktion in der Elmshorner Innenstadt geben: Die vier großen Linden auf Vormstegen sollen umgepflanzt und somit erhalten bleiben.

Die vermutlich gut 30 Jahre alten Bäume sind beim Bau der jetzt abgerissenen und 1989 eingeweihten Parkpalette am Südufer gepflanzt worden. Sie sollen nicht der Kettensäge zum Opfer fallen, sondern weiter leben. „Die Bäume sind es wert. Sie sind vital genug und haben einen guten Kronenaufbau“, sagt der zuständige Landschaftsgärtnermeister Thomas Miller vom städtischen Flächenmanagement.

Am Dienstag wird eine Fachfirma mit einer großen Ballenstechmaschine anrücken und die Linden auf Lastwagen verladen. Dann werden die Pflanzen in den Süden der Stadt gebracht. Sie sollen auf der städtischen Freifläche an der Ecke Heidmühlenweg / Klein Nordender Weg wieder ins Erdreich gesetzt werden. Auf der städtischen Wiese in der Nähe der Bahnüberführung Heidmühlenweg/Adenauerdamm stehen bereits zehn größere Bäume und eine Nachpflanzung: Hier haben 1991 die Bürgermeister von Barmstedt, Pinneberg, Quickborn, Tornesch, Schenefeld, Uetersen und Wedel sowie Appen, Halstenbek, und Rellingen aus Anlass der Elmshorner 850-Jahr-Feier Kastanien gepflanzt.

Hier auf der Wiese  in der Nähe der Bahnüberführung Heidmühlenweg/Adenauerdamm sollen die Linden eine neue Heimat finden. (Foto: C. Petersen)
Hier auf der Wiese in der Nähe der Bahnüberführung Heidmühlenweg/Adenauerdamm sollen die Linden eine neue Heimat finden. (Foto: C. Petersen)
 

Selbstverständlich ist eine Umpflanzung älterer Bäume riskant, denn die Pflanzen sind nicht wie in einer Baumschule regelmäßig verschult, also umgepflanzt, worden. Dennoch ist Rathausmitarbeiter Miller optimistisch, dass die Linden am neuen Standort anwachsen werden. „Es wird sich hoffentlich lohnen“, sagt der Landschaftsgärtnermeister, der zwar etwa 12.000 Euro für das Umpflanzen investieren muss, damit aber im Gegensatz zu einem Neukauf von derart großen Linden ein Vielfaches an Geld einsparen kann. Nur eine Pflanze in der Größe kostet in einer Baumschule etwa 8000 bis 10.000 Euro.

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