zur Navigation springen

Elmshorn/Bevern : Aussteller zeigen 170 Tiere auf der Geflügelschau

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Zu Gast hatten die Elmshorner eine Schau des Kreisverbands, insgesamt waren an die 170 Vögel ausgestellt: Hühner, Enten, Gänse, Tauben und Puten.

shz.de von
erstellt am 02.Dez.2015 | 12:01 Uhr

Elmshorn/Bevern | Zum 130. Mal haben die Mitglieder des Geflügelzucht-Vereins Elmshorn und Umgebung vor Kurzem präsentiert, was in ihren Gärten und Volieren im ablaufenden Jahr herangewachsen ist: Antwerpener Bartzwerge blaugesäumt, federfüßige Zwerghühner gold-porzellanfarbig, Texaner rotfahl gehämmert, Smaragdenten, Wyandotten oder Laufenten rehfarbig weißgescheckt. Zu Gast hatten die Elmshorner eine Schau des Kreisverbands, insgesamt waren an die 170 Vögel ausgestellt: Hühner, Enten, Gänse, Tauben und Puten. Mittendrin: eine Familie aus Bevern.

Geflügelzucht, das klingt nach einem altbackenen Hobby. Aber ähnlich wie die Imker verzeichnen auch die Züchter von Hühnern, Enten und Gänsen, dass immerhin kleine Bereiche ihrer Leidenschaft populärer werden: „Die Nachfrage nach Hühnern ist gewaltig“, registrierte Andreas Möller, der Vorsitzende des Vereins. Eier aus dem eigenen Garten sind offenbar angesagt, Hähne will dagegen kein Laie haben: „In der Stadt darf der Hahn nicht  krähen“, erklärte Möller.

Er züchtet in Bevern Tauben und Steinbacher Kampfgänse, seine Tochter Annalena kümmert sich um Rouen-Clair-Enten. Ihre Schwester Franziska organisierte am Ausstellungswochenende das Büfett mit Kaffee, Kuchen und Würstchen, Mutter Birgit arbeitet im Vorstand als Schriftführerin mit. „Hinter so einem Hobby muss die Familie stehen“, findet Andreas Möller; bei ihm funktioniert das wohl.

„Für mich ist wichtig, dass die Leute die mal sehen; nicht auf dem Teller, sondern lebendig“, sagte Jürgen Schlüter. Er hatte ein Putenpaar in die Gärtnerstraße mitgebracht und mit dem Puter den Sonderpreis der Schau abgeräumt: 50 Euro bekam er für das einzige Tier in der Halle, das von den Preisrichtern mit der Höchstnote „vorzüglich“ bewertet wurde. Schlüter züchtet in Sommerland Laufenten und Puten; jeweils ein Pärchen mit seiner Nachzucht tummelt sich auf einem Hektar Grundstück mit großem Teich oder auf der Streuobstwiese am Haus. „Die Tiere laufen über die Weide und suchen das Ungeziefer“, lobte er die schlanken Laufenten; sie fressen sogar die unbeliebten Nacktschnecken.

Mit rund 100 Besuchern an den beiden Ausstellungstagen zeigte sich der Vorsitzende zufrieden, mit dem Abschneiden der vorgestellten Tiere bei den Preisrichtern auch. Die fachliche Seite ist für die Züchter interessant, aber Möller will sich mit der Schau auch an die Öffentlichkeit wenden: „Einmal im Jahr wollen wir unsere gezüchteten Tiere den Laien vorstellen.“ Er hofft, dass der eine oder andere von der Ausstellung die Anregung mitnimmt, selbst in das Geflügel-Hobby einzusteigen: „Wir sehen immer gern neue Gesichter.“ Nachwuchs zu finden, ist für die Züchter schwierig; die meisten von ihnen sind in der Familie mit den Vögeln groß geworden und dabei geblieben, aber diese Strukturen werden immer seltener.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen