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Elmshorner Nachrichten

21. Oktober 2017 | 09:07 Uhr

Auftritt des großen Romantikers

vom

SHMF: Noch Karten für Konzert mit Mischa Maisky

shz.de von
erstellt am 03.Aug.2013 | 05:59 Uhr

Elmshorn | Seine Konzerte sind immer glanzvoll: große Geste, großer Ton. Seit Jahrzehnten gehört Mischa Maisky zur Weltspitze der Cellisten. Beim Schleswig-Holstein Musik Festival ist er Dauergast. Am Sonnabend, 10. August, kommt er zum wiederholten Mal nach Elmshorn. In der alten Reithalle präsentiert der Star zwei Evergreens der romantischen Cello-Literatur: Max Bruchs "Kol Nidrei" und die "Rokoko-Variationen" von Peter Tschaikowsky. Das Orchestra Ensemble Kanazawa aus Japan unter der Leitung von Kazuki Yamada begleitet den Virtuosen. Und das Beste: Es gibt noch Karten für das zweite Elmshorner Festival-Konzert 2013.

Die denkmalgeschützte Reithalle auf dem Gelände des Holsteiner Verbandes an der Elmshorner Westerstraße gilt unter Festival-Fans als heißer Tipp. Im Backsteinbau aus dem Jahr 1894 treten Weltstars auf. Legenden wie Hermann Prey oder Sviatoslav Richter haben in Elmshorn musiziert, Individualisten wie Nigel Kennedy oder Daniel Hope waren zu hören, Sabine Meyer und Christian Zacharias waren mehrfach zu Gast.

Genauso wie der Cellist Mischa Maisky. Als Miša Maiskis wurde der Weltstar 1948 in Riga geboren. Doch Lettland empfindet er nach eigenem Bekunden nicht wirklich als sein Heimatland. Mischa Maisky wohnt heute in Belgien, zu Hause ist er auf der ganzen Welt.

Sein Selbstporträt: "Ich bin sehr kosmopolitisch. Ich bin in Lettland geboren, in Russland aufgewachsen und nach Israel repatriiert - nicht emigriert, das ist ein psychologisch wichtiger Unterschied. Ich wohne in Belgien, spiele ein italienisches Cello mit französischen und deutschen Bögen, ich benutze deutsche und österreichische Saiten, ich fahre ein japanisches Auto und habe eine Schweizer Uhr. Meine erste Frau war Amerikanerin, meine zweite Frau ist Italienerin, aber ihr Vater stammt aus Sri Lanka. Ich habe vier Kinder, die in Paris, in Brüssel, in Italien und in der Schweiz geboren sind. Wenn ich gefragt werde, wo ich zu Hause bin, antworte ich: überall da, wo die Menschen klassische Musik mögen."

Der Schüler des legendären russischen Cellisten Mstislav Rostropovich ist in diesem Jahr 65 Jahre alt geworden, das Alter sieht man ihm nicht an, im Gegenteil: mit seinem wilden Lockenschopf strahlt er immer noch eine ansteckende Jugendlichkeit aus. Und die will er in der Elmshorner Reithalle unter Beweis stellen.

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