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Nichts geht mehr in Elmshorn : Aufnahmestopp im Pflegeheim

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Bei einer Regelprüfung haben die Mitarbeiter der Heimaufsicht Mängel bei den Abläufen und Qualitätskontrollen festgestellt.

shz.de von
erstellt am 11.Mai.2016 | 20:00 Uhr

Elmshorn | Schlechte Neuigkeiten für Senioren, die in den nächsten drei Monaten in das Pflegeheim Haus Thomsen einziehen wollten: Die Heimaufsicht des Kreises hat einen Aufnahmestopp empfohlen, dem die Geschäftsführung jetzt auch nachgekommen ist. Der Grund: Bei einer Regelprüfung haben die Mitarbeiter der Heimaufsicht Mängel bei den Abläufen und Qualitätskontrollen festgestellt.

„Viele Abläufe waren für die Kontrolleure nicht nachvollziehbar“, erklärt der Geschäftsführer des Pflegeheims, Burkhard Herrmann. „Das sollte so nicht sein, eigentlich haben wir unsere Mitarbeiter entsprechend geschult, dass das nicht hätte passieren dürfen.“ Als Beispiel für die festgestellten Mängel beschreibt Herrmann einen typischen Vorgang in einem Pflegeheim: „Wenn eine Hilfskraft bei einem unserer Bewohner eine Hautläsion feststellt, gibt er das an eine Fachkraft weiter, die wiederum einen Arzt informiert. Die Beobachtungen, Untersuchungsergebnisse und verordneten und umgesetzten Maßnahmen werden normalerweise dokumentiert.“ Das sei wichtig, damit eine andere Pflegekraft sofort informiert sei und die Mitarbeiter gut zusammenarbeiten könnten.

Beim Haus Thomsen waren diese Aufzeichnungen für die Heimaufsicht allerdings nicht transparent genug. „Da ist etwas schiefgelaufen und es ist schwer zu glauben, dass trotz dieser Fehler positive Ergebnisse für die Patienten erreicht werden können“, erklärt Herrmann. Dem will der Geschäftsführer und Heimleiter unbedingt entgegensteuern und wird den dreimonatigen Aufnahmestopp nutzen, um Mitarbeitergespräche zu führen, Maßnahmenpläne aufzustellen und Nachschulungen durchzuführen. Auch die Heimaufsicht und der medizinische Dienst der Krankenversicherung werden die Situation im Auge behalten.

Die Leitung des Hauses Thomsen hat Herrmann zusammen mit Angela Konieczny im November vergangenen Jahres übernommen. Die beiden sind keineswegs unerfahren, sie leiten bereits seit einigen Jahren das Haus Sonnenhof in Henstedt-Ulzburg. Derzeit leben 48 Bewohner im Haus Thomsen, bis zu 54 Plätze sind verfügbar. Einigen neuen Bewohnern musste Herrmann aufgrund des Aufnahmestopps bereits absagen.

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