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Benefizkonzert in Elmshorn : Auf der „Klostersande“ wird gerockt

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Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Benefizkonzert am Sonnabend, 17. Oktober, mit der Band „30 Miles to Raa“ an Bord des Haferfrachters im Elmshorner Hafen.

shz.de von
erstellt am 13.Okt.2015 | 16:04 Uhr

Elmshorn | Am kommenden Sonnabend wird auf der „Klostersande“ gerockt. Die Coverband „30 Miles to Raa“ tritt auf dem alten Elmshorner Haferfrachter auf, um so die Spendentöpfe des Fördervereins zur Unterhaltung des Schiffes aufzufüllen. „Als die Band hörte, dass dem Förderverein noch Geld für die Rate 2015 fehlt, wurde das Angebot gemacht, ein Benefizkonzert zu starten. Die Bandmitglieder enterten die Klostersande und ich war begeistert“, sagt Hans Barzel, stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins für den Erhalt der „Klostersande“.

Das Konzert beginnt um 20 Uhr, Einlass ist ab 19 Uhr. Die Karten kosten 5 Euro an der Abendkasse. Karten werden auch schon im Vorverkauf bei Musik Hofer, Flamweg 5, sowie am Dienstag, 13. Oktober, ab 10 Uhr an Bord der „Klostersande“ verkauft. Die Band „30 Miles to Raa“ ist aus einer Combo für Covermusik mit Funk, Blues und Rock hervorgegangen. Ihr Repertoire umfasst Titel aus den 70iger Jahren bis heute. Unter anderem werden Titel der Rolling Stones, Bad Company, Robert Palmer, Fleetwood Mac oder ZZ-Top und ACDC gespielt.

Die „Klostersande“ ist das letzte von vier Getreidefrachtern der Köllnflocken-Werke in Elmshorn. Es wurde 1968 mit der Baunummer 226 auf der Büsching & Rosemeyer- Werft in Uffeln/Weser gebaut. Das Schiff ist 55 Meter lang, 6,60 Meter breit und hat eine Tragfähigkeit von maximal 500 Tonnen. Die „Klostersande“ wird von einem 300 PS starken Zwölf-Zylinder-Viertakt-Dieselmotor angetrieben.

1676 Reisen hat die „Klostersande“ in 32 Jahren für die Köllnflocken-Werke unternommen, fast immer hat sie Hafer nach Elmshorn gebracht. Das endgültige Aus kam im Jahr 2000. Aus wirtschaftlichen Gründen entschloss sich die Firma Peter Kölln zum Verkauf des Schiffes nach Glückstadt. Im November des selben Jahres verließ es Elmshorn.

Am 14. Mai 2013 schließlich kehrte das Schiff zurück in den Heimathafen und wurden von der Elmshorner Bevölkerung grandios empfangen. Nach drei Besitzerwechseln, hatte der Förderverein „Klostersande“ im Dezember 2014 schließlich genügend Spendengelder gesammelt, um den letzten Elmshorner Getreidefrachter für 55.000 Euro zu kaufen, wobei 30.000 Euro in sechs Jahresraten bezahlt werden können. Seitdem wird an Bord kräftig gewerkelt. Ziel ist es, das Schiff in die gesellschaftliche und kulturelle Szene der Stadt Elmshorn einzubinden und unter anderem in den Luken ein Veranstaltungszentrum einzurichten.^Im Mai dieses Jahres wurde ein Zwischendeck eingebaut, von dem eine Treppe in den Frachtraum führt, der jetzt auch als Veranstaltungsraum genutzt werden kann.

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