zur Navigation springen
Elmshorner Nachrichten

14. Dezember 2017 | 20:38 Uhr

Asyl: Stadt schafft zentrale Unterkünfte

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Ex-Post-Gebäude und Räume am Hallenbad sollen 142 Flüchtlingen Platz bieten

von
erstellt am 10.Feb.2016 | 16:00 Uhr

Die wachsende Zahl von Flüchtlingen zwingt Elmshorn, zentrale Unterkünfte einzurichten. In einem ehemaligen Bürokomplex der Deutschen Post an der Kurt-Wagener-Straße und in einem Gebäudeteil des derzeit geschlossenen Hallenbades am Krückaupark wird Platz für bis zu 142 Asylsuchende geschaffen. Das haben Bürgermeister Volker Hatje und Stadtrat Dirk Moritz gestern auf einer Pressekonferenz bestätigt. „Das ist notwendig, um die ankommenden Flüchtlinge auch weiterhin menschenwürdig unterzubringen“, sagte Hatje.

Bislang hatte die Stadt fast ausschließlich auf eine dezentrale Unterbringung in Wohnungen und möblierten Zimmern gesetzt. Einzige Ausnahme bildete die Anmietung eines Nebengebäudes des Hotel Royal, wo inzwischen 52 Menschen leben. Doch angesichts der in diesem Jahr erwarteten 750 Flüchtlinge in Elmshorn seien zentrale Lösungen nun unumgänglich. Ein Grund sei der stark strapazierte Wohnungsmarkt. „Wir können nicht alle freien Wohnungen anmieten. Für die Bevölkerung muss es weiterhin bezahlbaren Wohnraum in der Stadt geben“, sagte Volker Hatje.

Die größte Unterkunft entsteht in dem ehemaligen Postgebäude. Dieses hat die Stadt für drei Jahre angemietet und lässt es für bis 80 Flüchtlinge herrichten. Ab April soll die Sammelunterkunft zur Verfügung stehen. Bei der Auswahl der Menschen, die dort untergebracht werden, wird die Stadt laut Hatje „Fingerspitzengefühl“ zeigen. Nur Flüchtlinge mit einer Bleibeperspektive werden dort untergebracht. Auch auf Herkunft und Religion soll geachtet werden, um Konflikte zu vermeiden. Um eine „angemessene Privatsphäre“ zu schaffen, gibt es Zwei- und Vier-Bett-Zimmer. Es werden Gemeinschaftsduschen, eine Gemeinschaftsküche, ein Gebetsraum und ein Fernsehzimmer eingerichtet. Zudem gibt es einen kabellosen Internetzugang für die Bewohner.

Bereits fertig ist die Unterkunft am Hallenbad. Diese soll laut Stadtrat Moritz lediglich als Notunterkunft für 30 bis maximal 62 Flüchtlinge dienen. Eine dauerhafte Unterbringung ist dort nicht geplant. „Ziel ist es, nicht in einer Nacht-und-Nebel-Aktion auf eine Turnhalle zurückgreifen zu müssen“, so Moritz, der große zentrale Lösungen wie Zelt- oder Containerdörfer für Elmshorn zum jetzigen Zeitpunkt ausschließt. „Wir sind jetzt gut aufgestellt und haben noch weitere Optionen in Vorbereitung.“ Seite 3

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert