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Haus der Technik : Arbeiten ist nur im Schutzanzug erlaubt

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Seit Montag wird in der Baugrube wieder gearbeitet.

Elmshorn | Die Arbeiter tragen Atemmasken und Schutzanzüge, die auch gegenüber Chemikalien resistent sind. Sichtschutzwände halten neugierige Blicke ab. Das Haus der Technik am Südufer ist Elmshorns gefährlichste Baustelle. Seit Montag geht dort das Ausbaggern der Baugrube – teilweise auch in Handarbeit – weiter. Boden, Wasser und Luft werden weiterhin umfassend beprobt, um Risiken früh zu erkennen. Das teilte gestern die Stadtverwaltung mit. „Die Mitarbeiter wurden vor Beginn der Arbeiten medizinisch untersucht und werden laufend kontrolliert“, betonte gestern Thomas Beiersdorf von der Stadtentwässerung. Mögliche Veränderungen sollen schnell erkannt werden.

Vier Monate dauerte der Baustopp, den die Stadt verhängt hatte, nachdem sechs Arbeiter, die in der Baugrube tätig waren, im Sommer 2016 plötzlich erkrankt waren. Die Baustelle ist nicht nur gefährlich, sondern auch rätselhaft. Bis heute steht nicht fest, warum die Arbeiter erkrankten. Denn die immer wieder genommenen Boden-, Bodenluft- und Wasserproben – auch unmittelbar vor Beginn der Bauarbeiten ist noch einmal eine zusätzliche Analyse beauftragt worden – hatten alle keine gesundheitsgefährdenden Konzentrationen von Schadstoffen aufgewiesen. Die Vermutung der Experten: Die Bauarbeiter waren bei den Erdarbeiten in fünf bis sieben Metern Tiefe auf Schadstoffe gestoßen, die in unerwartet hoher Konzentration vorlagen und in vorhergehenden Untersuchungen nicht lokalisiert werden konnten. Bei dem Areal am Südufer handelt es sich um eine Altlastenverdachtsfläche.

In der Baugrube wird jetzt mit den höchstmöglichen Sicherheitsstandards gearbeitet. Oberstes Ziel sei es, weitere Gefährdungen für die Mitarbeiter der Tiefbaufirma auszuschließen. Es gäbe ein modifiziertes abgestimmtes Sicherheitskonzept.

Das Haus der Technik: Insgesamt sind die Arbeiten inzwischen um etwa sechs Monate im Verzug. Für die weiteren Projekte im Sanierungsgebiet Krückau-Vormstegen sei das kein Problem, betonen die Verantwortlichen der Stadtentwässerung. Auch der ursprüngliche Zeitplan sei großzügig bemessen gewesen. Das Haus der Technik werde seine Funktion – unter anderem dient es als Regen- und Schmutzwasserpumpwerk – erst Ende 2018 aufnehmen müssen. Fertiggestellt werden soll das Gebäude aber bereits im Herbst 2017. Die notwendige maschinentechnische Ausrüstung soll bis August 2018 eingebaut werden.

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erstellt am 15.Feb.2017 | 12:00 Uhr

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