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Elmshorner Nachrichten

25. November 2017 | 03:20 Uhr

Pläne : Apollo-Kino – Ein neuer Versuch

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Aus dem alten Lichtspielhaus soll eine Eventlounge mit Livemusik, Theater, Lesungen, Privat- und Schulveranstaltungen werden.

shz.de von
erstellt am 06.Sep.2017 | 10:00 Uhr

Elmshorn | Das Apollo liegt einsam und verlassen in der Königstraße. Aus den Schaufenstern spricht gähnende Leere, Unkraut breitet sich über dem grauen Beton am Boden aus. Und trotzdem versprüht das alte Kino immer noch seinen Charme. Denn zahlreiche Erinnerungen hängen an dem einstigen Kino, in den alten Sälen. Hier sind zahlreiche Tränen bei Leos Untergang mit der Titanic geflossen, viele Pärchen hatten hier ihr erstes Date, und eine Menge Popcorn verschwand in den Mägen hungriger Filmfans.

2007 schlossen sich jedoch die Türen des Filmbetriebes. „Grund war dafür die zunehmend schwierige Situation für Kinobetreiber im Wettbewerb zu bestehen“, erklärt Gerd Schröder, Besitzer und früherer Betreiber des Apollos. Nach dem letzen Film begann auch für das Elmshorner Kino eine Odyssee. Zunächst blieb es zwei Jahre gähnend leer, dann siedelte sich ein Jugendzentrum in den alten Sälen an. Es wurde fleißig umgebaut, Konzerte gegeben, Spaß gehabt. Doch auch dies sollte nicht von langer Dauer sein. Das Jugendzentrum ging insolvent und wieder einmal schlossen die Türen des Apollos.

Jetzt soll es aber wieder weitergehen. Gerd Schröder und Enis Ochi wollen zusammen ein Konzept erarbeiten, das wieder neues Leben in das bekannte Gebäude hauchen soll. Ihre Vorstellung: Eine Eventlounge mit Livemusik, Theater, Lesungen, Privat- und Schulveranstaltungen. Eine finale Festlegung gebe es aber noch nicht, betont Schröder.

Trotzdem scheint das Konzept zumindest mit den Privatfeiern aufzugehen. Die Feier „Tanz in den Mai“, die Enis Ochi im Apollo organisierte war restlos ausverkauft, die Gäste gut gelaunt und auch die Lautstärke hielt sich in Grenzen. Schröder, Ochi und weitere Beteiligte möchten sich in Zukunft an den Wünschen und Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger orientieren. Hinzukommend soll das neue Konzept die Königstraße ein wenig mit Kultur beleben: „Die zentrale Lage des Apollos mit nur drei Minuten vom Bahnhof entfernt ist ideal dafür“, sagt Besitzer Gerd Schröder.

Dennoch waren in den letzten Jahren die Fronten auch immer ein bisschen verhärtet, viele Ideen platzten. Gerd Schröder will damit nun abschließen: „Ich denke, wir hätten den falschen Ansatzpunkt, wenn wir versuchen die Gedanken von gestern in die Gedanken von morgen zu implementieren.“ Es bleibt also abzuwarten, ob sich die Pläne alle realisieren lassen – schön wäre es, wenn das Apollo erneut in neuem Glanz erstrahlt.

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