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Elmshorner Nachrichten

17. Oktober 2017 | 10:26 Uhr

Apollo: Kino bleibt auf Kurs

vom

Nach der Insolvenz des Jugend- und Kulturtreffs "ProJugend" ist ein neuer Mieter gefunden / Umbau startet

shz.de von
erstellt am 03.Aug.2013 | 05:59 Uhr

Elmshorn | Jahrzehnte lang flimmerten in der Königstraße Thriller, Komödien und Comics von der Leinwand. Das ist jedoch Geschichte. Dass Apollo-Kino zeigt schon lange keine Filme mehr. Dafür gibt es jetzt jede Menge Theater um das alte Lichtspielhaus. Stadt und Eigentümer streiten sich um das zurzeit leerstehende Haus. Es geht um Politik, es geht um kalte Enteignung, es geht ums Geld. Es geht um das 761 Quadratmeter große Grundstück in bester Citylage.

Die politisch gewollte Sanierung des Gebietes Vorm stegen geht Gerd Schröder gehörig auf den Senkel. Schröder ist Eigentümer eines Stückchen Grunds, dass die Stadt Elmshorn für die Umsetzung ihrer heren Ziele beim Innenstadtumbau (Sanierungsgebiet Vormstegen) unbedingt braucht. Das ehemalige "Apollo"-Kino in der Königstraße ist zu einem Schlüsselstück zwischen dem Nord- und Südbereich der City geworden. Allerdings: Die Sache zwischen Schröder und der Stadt Elmshorn ist verfahren.

Beide Parteien können sich nicht auf eine Kaufsumme einigen. Widersprüchliche Gutachten über den Wert der Immobilie verschärfen den Ton untereinander zusätzlich. "Die wollen mich doch nur kalt enteignen. Da mache ich nicht mit", sagt Geschäftsmann Schröder zur Vorgehensweise der Stadt. Stadtrat Volker Hatje dazu: "Die Forderung von Herrn Schröder ist unmöglich - und viel zu hoch." Ein angemessener Preis - die Meinungen gehen da anscheinend weit auseinander.

Schröder wartet ab und geht indes einer weiteren Konfrontation aus dem Weg. Er sucht sein Heil in der Neuvermarktung der alten Kinosäle. Und das hat funktioniert. Schröder zieht überraschend ein Ass aus dem Ärmel. Er hat einen neuen Mieter gefunden.

Noch sieht das alte Kino zwar nicht danach aus, als würde dort in Kürze etwas Neues eröffnen. Doch Schröder lächelt: "Ja, ich habe einen neuen Mieter und ich bin froh darüber", sagt er auf Anfrage unserer Zeitung. Die Identität des Neuen bleibt zunächst noch unbenannt. Nur so viel verrät der Geschäftsmann: Man arbeite aktuell gemeinsam an Konzepten.

Ein Angebot aus dem Bereich Event / Multifunktion soll dort entstehen. "Wir werden eine tragbare Lösung finden", ist sich Schröder sicher. Nach Schröders Aussagen haben er und sein Mieter bereits Anträge bei der Stadtverwaltung für eine entsprechende Nutzung eingereicht. Der geschlossene Mietvertrag sei - gemäß Sanierungssatzung - zeitlich auf ein Jahr festgelegt, erklärt Schröder. Eine Verlängerung könne ebenfalls um je ein weiteres Jahr erfolgen.

"Ich mach mir erstmal keinen Kopf mehr um das Sanierungsgebiet", sagt Schröder. Seine Apollo-Mission ist auf Kurs.

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