Provisorisch geflickt : Anwohner beklagen katastrophalen Zustand der Liether Feldstraße

Die Pfütze in der Liether Feldstraße nimmt fast die gesamte Straßenbreite ein.
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Die Pfütze in der Liether Feldstraße nimmt fast die gesamte Straßenbreite ein.

Schlagloch neben Schlagloch – die Beschaffenheit der Straße wird seit Jahren schlechter.

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23. Januar 2018, 12:00 Uhr

Elmshorn | „Wo wohnst du denn hier? So eine Straße kennen wir gar nicht.“ Der Weihnachtsbesuch aus Münster und Hamburg war regelrecht schockiert. Denn um zum Gastgeber im Spargelweg in Elmshorn zu gelangen, mussten die auswärtigen Besucher die Liether Feldstraße passieren. Und das ist in diesen Tagen und Wochen wahrlich kein Vergnügen – weder für Mensch noch für das Automobil. Schlagloch reiht sich an Schlagloch. Wenn es regnet, verwandelt sich die Straße ganz schnell in eine Seenlandschaft. Fußgänger und Radfahrer wissen gar nicht mehr, wie sie auf der Straße vorankommen sollen. Jetzt der Frost, dann wieder Tauwetter. Die Löcher werden größer und tiefer.

„Der Betriebshof war jetzt da und hat das größte Schlagloch wieder provisorisch geflickt“, sagt ein Anwohner. So gehe das seit Jahren. „Der Zustand der Straße wird seit Jahren kontinuierlich schlechter“, sagt der Weihnachts-Gastgeber aus dem Spargelweg. Er berichtet von einem Vorfall, der zirka zwei Jahre zurückliegt. Ein Auto erlitt in der Einmündung zur Straße Bi de Möhl einen Achsbruch – verursacht durch ein Schlagloch.

Rücksicht statt Reparatur

Die Bewohner in dem Bereich nehmen längst aufeinander Rücksicht. Es wird gewartet, denn in beiden Fahrrichtungen gleichzeitig zu fahren, würde unweigerlich in die Schlaglöcher an der Bankette führen, die sich immer weiter in die Straße reinfressen.

Der Stadt ist der schlechte Zustand der Straße natürlich bekannt. „Da müsste ganz dringend etwas getan werden“, sagt Petra Langefeld, Leiterin des Flächenmanagements im Elmshorner Rathaus. Doch das trifft in Elmshorn inzwischen auf viele Straßen zu. Die Liether Feldstraße steht auch für 2018 nicht auf der Sanierungsliste. „Wir haben weder personell noch finanziell die erforderlichen Kapazitäten“, betont Langefeld. Also wird vorerst weiter geflickt, um die Verkehrssicherheit aufrecht zu erhalten. Dazu ist die Stadt verpflichtet.

„Die konzentrieren sich seit Jahren auf den Stadtumbau in der Innenstadt und vergessen dabei die Infrastruktur in der Peripherie“, klagt der Anwohner des Spargelwegs, der täglich über die Rumpelpiste Liether Feldstraße in Zick-Zack-Linien fährt. Seine Vermutung ist so falsch nicht. „Die Priorität liegt zurzeit natürlich beim Stadtumbau“, räumt Langefeld ein. Die Liether Feldstraße ist noch nicht dran.

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